Ein kleiner Musik Server für zwischendurch

Samstag 16 September. 2006 um 0:45 | Veröffentlicht in Linux, Misc, Open Source, wunderbare Welt | Hinterlasse einen Kommentar

Gestern bin ich von einen Freund auf den Gnump3d aufmerksam gemacht worden. Er ersetzt zwar keinen Streaming Server àla Icecast, aber dafür ist er deutlich schneller eingerichtet. Ich persönlich benutze ihn wenn ich bei jemanden zu Besuch bin, und die eine oder andere Pere in meiner Musik Sammlung zu Ohren bringen will, und dafür ist er Gold richtig. Wenn jemand sagt dafür gibts doch iPod und Co., hat er recht. aber ich mag solche Dinger eigentlich nicht wirklich, und wenn man die Preise für einen anständigen Player mit der richtigen Speicher Größe bedenkt, so werden die zumindest für mich wieder uninteressant. Abgesehen davon bin ich ein notorischer Liegenlasser und Vergesser, also hätte ich nicht lange Freude dran.

Was benötigen wir um Gnump3d zu installieren und zu betreiben.

Erstmal brauchen wir eine System auf der sich Gnump3d installieren lässt. Da ist die Auswahl doch recht groß:

  • GNU/Linux und zwar in eigentlich jeder Form
  • Solaris – Sparc, x86.und x86_64
  • Eigentlich alle *BSD
  • MacOSX PPC und x86
  • Und leider auch unter Microsoft Windows mit Hilfe von Cygwin

Bei den Installations Hinweisen kann ich eigentlich nur für den Gentoo Weg garantieren, da ich es auch auf einer Gentoo Box laufen habe.

Installation Gentoo (getestet):

su

emerge -va gnump3d

Danach noch mit einen Editor deiner Wahl die Datei /etc/gnump3d/gnump3d.conf öffnen und am Ende folgendes hin zu fügen:

root = /{wo_die_mucke_ist}/

port = 8888

Damit wäre die Konfiguration fast durch.

Damit aber nicht jeder Hansel sich auf euren Rechner die Musik runter zieht, wäre es noch sinnvoll, ein Passwort für Gnump3d einzurichten. Das geht wie folgt:

Man legt im root Verzeichnis vom Gnump3d eine Datei namens .password an, und legt dort Usernamen und Passwörter fest die auf die Musik zugreifen dürfen (wenn das root Verzeichnis /home/mp3 heißt, so sollte die Datei auch dort sein /home/mp3/.password) Die Synthax sieht folgender Maßen aus:

user1:pass1

user2:pass2

user3:pass3

Wichtig ist, dass der User unter dem Gnump3d laufen wird, lese rechte auf die Datei hat, sonst ignoriert er die ganz einfach.

Um den Gnump3d zu starten, macht man unter Gentoo einfach eine Root Konsole auf, und gibt /etc/init.d/gnump3d start ein. Beim ersten Start dauert das ein paar Minuten, da das Programm erst mal die ganzen Dateien indexieren muss.

Bei allen anderen Distributionen wird es mit aller größter Wahrscheinlichkeit nicht anders aussehen, voraus gesetzt, es existiert dafür ein Paket. Für alle anderen die das Pech haben, keine Mainstream Distribution zu fahren, die keine Pakete dafür hat, übersetze ich mal ein bisschen aus dem INSTALL, dass mit dem Paket vom Gnump3d mitgeliefert wird:

Installationsvoraussetzungen
=======================

Gnump3d benötigt eigentlich nur eine einzeige Vorraussetzung um zu funktionieren. Eine funktionierende Perl installation mit der fork() Funktion implementiert.

In der Praxis bedeutet das es auf fast jeden Unix laufen sollte, und auch auf Windows mit einer aktuellen Version vom ActiveState‘s Perl Port.

Installation
=========

Die Installation von Gnump3d benötigt nicht mehr als das Folgende:

make install

Dieser Befehl installiert das Programm nach /usr/bin, und die Konfiguration nach /etc/gnump3d/.

Konfiguration
===========

Die Konfguration sollte vor dem ersten Start des Servers erfolgen.

Die Konfigurationsdatei heißt gnump3d.conf und sollte sich bei Unixoiden im verzeichnis /etc/gnump3d befinden, oder in etc\gnump3d wenn es unter Microsoft Windows läuft.

Bevor der Server in der Lage ist seinen Dienst auf zu nehmen, muss er erst die ganzen Audio dateien scannen und einen Cache für die Lied Informationen anlegen. Dies ist ein einfacher Vorgang und sollte nicht zu lange dauern.

Statistiken
========

Wenn die Audio Dateien einmal komplett indexiert worden sind, ist es Sinnvoll einmal mittels gnump3d-index –stats zu prüfen ob auch alle Dateien indexiert worden sind.

Zum Beispiel:

> gnump3d-index –stats
Total number of songs: 6434
Total size of archive: 35.7Gb (38381247515 bytes)
Total playlength : 18 days, 11 hours, 48 mins 26 seconds

Steve

$Revision: 1.2 $
Das wäre es dann eigentlich, viel Spass damit. :)

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