Wie Hubble Gott tötete…

Sonntag 12 November. 2006 um 15:33 | Veröffentlicht in Der ganz normale Wahnsinn, Gott, Kultur | 2 Kommentare

Der zunehmende christliche Fanatismus in unserer Gesellschaft mach mir mindestens genauso viele Sorgen, wie die Ausländerfeindlichkeit bzw. der Rassismus ansich. Bei meinen Rundtouren im Netz fiel mir dieser Beitrag über Hubble, Gott und die Welt so sehr auf, dass ich mich entschlossen habe ihn aus den Englischen zu übersetzen. Ich hoffe, dass meine Übersetzung nicht genauso wirre Reaktionen auslöst, wie das Original.

Anfang der Übersetzung

9. März 2004: Die NASA veröffentlichte ein einzelnes Bild, welches vom Hubble Space Teleskop geschossen wurde. Dieses Bild stellt einen tödliches Schlag gegen das Konzept Gottes dar. Aber trotz des klaren Beweises, begreifen viele einfach nicht die Bedeutung des Bildes.

Nach der Ansicht von Bibelforschern und den Buch Genesis gilt es als gesichert, dass die Erde und das Universum 6.000 Jahre alt sind. Sogar Wissenschaftler wie Dr. Michael Brown, den Direktor und Forscher des Forschungszentrums für molekulare Geschichte, welcher mit einen Ph. D.(Doktor der Philosophie) in Biologie mit einer Hauptgewichtung auf die Molekularbiologie graduierte, wollen wissenschaftlich beweisen, dass die Carbondatierung falsch ist, dass das ganze Universum stabil ist und wir alle alle von der selben 6.000 Jahre alten Mutter abstammen, Eva. Und der Mann wurde von Gott nach seinen Ebenbild für seinen besonderen Zweck geschaffen. Andere Religionen haben etwas andere Vorstellungen wie dieser besondere Zweck aussieht, aber es scheint eine weitverbreitete Akzeptanz dafür zu existieren, dass wir alle Gottes Kinder sind, und die Erde der wichtigste Ort ist in diesen Universum.

Okay, in der Zusammenfassung sieht das dann so aus: Das Universum wurde geschaffen, die Erde wurde geschaffen und der Mensch wurde geschaffen. Und das alles während der Schöpfungs Woche, mit jeder Menge übernatürlicher Logik und einen eben solchen Grund dahinter. Viele Religionen glauben das alles so, aber lehnen die junge Erde Version der biblischen Kreationisten ab. Im Islam schuf Allah den Urknall und die ganzen Regeln die daraus folgten. Die Erde brauchte viele Jahre sich zu formen, und jede neue wissenschaftliche Entdeckung kann sich auf Allah berufen. Es scheint wirklich zu einfach zu sein.

Wenn ihr das Nachts liest, nimmt euch einen Plastik Strohhalm, geht nach draußen und schaut nach oben. Was ihr mit bloßen Auge von eurer Position auf der Erde sehen könnt, sind im besten Falle cirka 2.500 Sterne. Alle befinden sich in unsere Galaxie, der Milchstraße. Die Milchstraße hat in irgendwas zwischen 200 und 600 Millionen Sterne. Die Größe der Milschstraße liegt irgendwo zwischen 70.000 und 100.000 Lichtjahre im Durchmesser. Der nächste Stern zu unserer Sonne, Alpha Centauri, ist nur 4,35 Lichtjahre entfernt. Wir alle wissen, dass ein Lichtjahr die Entfernung ist, die das Licht in einen Jahr zurücklegt. Aber was soll das uns sagen, wenn wir in den Nachthimmel schauen und Alpha Centauri sehen, wir schauen grade in die Vergangenheit, wir sehen was vor 4,35 Jahren dort passiert ist.

Jetzt sucht den Mond. Teile seinen Durchmesser durch zehn. Es ist ein ziemlich kleiner Punkt, nicht wahr? Nehmt euch irgendeine beliebige schwarze Stelle am Himmel, wo keine Sterne sind, mit der der Größe von einen zehntel Mond Durchmesser und schaut da hin. Da ist nichts, oder? Nun starre auf diesen Punkt am Himmel. Das ist ziemlich genau das, was das Hubble Space Teleskop jede Nacht seit 2003 macht. Bei mehr als 400 Erdumrundungen hat Hubble 800 Bilder von ein und der selben Stelle am Himmel mit unterschiedlichen Brennweiten aufgenommen, um ein Bild mit unglaublicher Tiefe aufzunehmen. Das Bild ist bekannt als das Hubble Ultra Deep Field (UDF).

[Klicke hier für ein größeres und detailierteres Bild vom HUDF]

Wenn euer Abstand zu diesem Bild im Raum dem Durchmesser des Plastik Strohhalms entspricht, würde in der Tiefe des Bildes der Strohhalm 2,40 Meter lang sein. All jene Flecken, die ihr seht, sind nicht Sterne, sondern andere Galaxien. In diesem Bild alleine, gibt es fast 10.000 Galaxien. Die nächsten, die, die als gut erkennbare Spiralen und Ellipsen erscheinen, sind ungefähr ein Milliarde Lichtjahre weg. Das bedeutet, dass uns dieses Bild zeigt, wie jene Galaxien vor einer Milliarde Jahren aussahen. Die am weitesten entferten Galaxien im Bild existieren grade mal 800 Million Jahre, nachdem das Universum geschaffen wurde und sind damit cirka 13 Milliarden Lichtjahre weit weg.

Jede dieser Galaxien enthält Milliarden von Sternen, und wenn das Hubble UDF nur einen kleinen Teil des vollständigen Himmels darstellt, der in Wirklichkeit 12.7 Millionmal grösser ist, können wir nur darüber staunen, mit wievielen Galaxien, Sternen und Sonnensystemen unser Universum gefüllt ist.Wenn Gott oder Allah all dieses geschaffen hat, dann hat er es vor unglaublich langer Zeit getan. Und wenn der Mensch der Grund für all das war, warum gibt es intelligenten Menschen erst seit ein paar tausend Jahren? Wenn die Zeit seit der Schöpfung ein ein kilometer langes Seil wäre, würde der Mensch erst auf dem letzten halben Centimeter auftauchen. Wenn der Mensch der Grund für die Schöpfung war, was hat denn bitteschön da so lange gedauert? Und was ist mit der völlig überladenen Deko am Himmel? Hätten nicht ein paar weiße Punkte auf einen dunklen Vorhang um die Erde herum gereicht?

Der Dank sollte an Hubble für das Öffnen unserer Augen gehen. Wenn nur einige Menschen ihr öffnen würden. Ob man nun ein Christ oder ein Moslem ist, es ist egal, es bedeutet nur das man sich unterscheidet. Ein Mensch zu sein bedeutet gleich zu sein.

Ende der Übersetzng

Kleine Anmerkung von mir: Der Verfasser des Textes hatte vor mit der Überschrift zu provozieren, was ihm wohl auch gelang. Desweiteren kann ich diesen Text nichts mehr hinzufügen, Stuhasic sagt eigentlich alles was es zu dem Thema zu sagen gibt.

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2 Kommentare »

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  1. Ich habe dem noch etwas zu ergänzen.
    Auch wenn der Artikel eine Menge Wahrheiten enthält, fehlt dennoch etwas.
    Wer die Religion (Religion an sich) richtig verstanden hat, wird merken, dass sie gar nicht den Anspruch erhebt, wissenschaftlich zu sein, oder gar Naturwissenschaften ersetzen zu wollen.
    Einige Interpreten verschiedenster Religionen (Kirchen, Kardinäle, ..) verbreiten derartige Gerüchte zu gern.

    Eine Religion ist jedoch schlicht nur eine gläubig in uns lebende Philosophie, eine Weisheit, die Lehre über Sitten und Boshaftigkeiten von Menschen. Sie will uns die Welt erklären. Nicht das Universum, nicht Wie sie funktioniert.
    Religion beschreibt nur das Was.
    Religion will dem einzelnen Menschen eine Säule sein, und zeigen: Es gibt auch Andere neben Dir, glaube an Sie und sie glauben an Dich.
    Religion hat unser Gewissen und unsere Moral geformt, den Verstand müssen wir nun selbst nutzen, um Moral und Wissenschaften zu trennen.
    Um das Wie kümmern sich die Naturwissenschaften, und Das machen sie überwiegend hervorragend.

  2. Manchmal erschrickst Du mich Floschi……
    …. im positiven Sinn.


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