Belgien ist doof

Freitag 15 Dezember. 2006 um 0:19 | Veröffentlicht in Alltag, Der ganz normale Wahnsinn, dumm gelaufen, Dumme Welt, Unterwegs | 2 Kommentare

War das eine anstrengende Woche. Erst kriegt meine Tochter Scharlach und dann wird in Brüssel mein Handy geklaut. Leider musste ich dort hin und hatte nicht wirklich Lust. Der Termin selber war in einer schlappen Stunde zu meiner Zufriedenheit abgehandelt, so dass ich und mein Freund meinten, wir könnten noch einen kleinen Imbiss zu uns nehmen und mal ein bisschen in der Stadt um gucken. Zu sehen gab es überhaupt nichts und mein persönliches Fazit zu Brüssel ist, dass es für mich die hässlichste Metropole ist die ich jemals gesehen habe. Überall nur Korruptivgestein und Baustellen. Nachdem wir dann eine Kleinigkeit gegessen hatten, wurde mir in den kleinen Cafè mein Handy aus der Hand gerissen, wir haben zwar noch versucht den beiden Typen nach zusetzen, haben sie aber nach kurzer Zeit aus den Augen verloren, Heimvorteil eben. Na gut, der Schaden war da und man sollte ihn doch zumindest melden. Aber finde mal einen Polizisten in dieser Stadt, oder jemanden der weiß wo die nächste Polizei Wache ist. Eine dreiviertel Stunde später hatten wir dann mit Hilfe eines sehr freundlichen Briten eine Polizei Wache gefunden. Wir kamen in einen Raum der mit einigen kleinen Tischen und Stühlen möbliert war und einige französische und flämische Zeitschriften herum lagen. Die Polizisten selber waren hinter Panzer-Glas versteckt und wirkten nicht gerade interessiert als wir uns am Fenster haben blicken lassen. Nach einigen Minuten nahm man doch Notiz von uns, und sprach uns an. Allerdings haben wir nicht all zu viel verstanden, so dass wir uns genötigt sahen, den Polizei-Bediensteten klar zu machen dass wir kein französisch und auch kein flämisch können. Einer der Beamten ließ dann noch durchblicken, dass er spanisch könnte, was uns aber nicht wirklich weiter half da ich eigentlich nur deutsch und englisch recht gut kann, und mein Freund zusätzlich noch polnisch. Nach dem wir den Mitarbeitern der Polizei klar gemacht haben was wir wollten, haben sie mir einen Vordruck überreicht, auf dem ich wohl den Vorfall schildern sollte. Da ich mir keine Illusionen machte über das Sprachtalent der Anwesenden mehr machte, habe ich dann den Vordruck in deutsch und englisch ausgefüllt. Als ich den Zettel wieder durch die Schleuse geschoben hatte, hat es nur noch eine ganze Stunde gedauert, bis wir die Kopie der französischen Übersetzung gekriegt hatten, und uns endlich auf dem Heimweg machen konnten. Wegen der Verzögerung wurde es doch deutlich nach Mitternacht, als wir wieder zu Hause waren. Und ich war fertig.

Fertig war ich aber auch noch am Donnerstag bei der Arbeit. Als ich nach Hause kam, bin ich ziemlich früh ins Bett gegangen und habe tief und fest geschlafen. Aber die Woche ist ja noch lange nicht vorbei, da ist ja auch noch der Freitag, und da es der vorletzte Freitag vor Weihnachten ist, ist in unseren Betrieb traditionell Inventur. Das wäre ja nicht so dramatisch, wenn nicht ich für das Lager und dem angeschlossen Inventar verantwortlich wäre. Also war heute dann auch erst wieder so um acht Schluss und morgen Früh geht es weiter. Meiner Tochter geht es inzwischen wieder gut, wenn ich mich erholt haben werde, kann ich nicht sagen aber Erfahrungsgemäß dauert das meist bis Weihnachten. ;)

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2 Kommentare »

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  1. Wenn Du über das Verhalten der Brüsseler Polizisten jemandem in den belgischen Ostkantonen erzählst, kriegt der sooooo einen Hals! Schließlich ist Deutsch in Belgien dritte Landessprache.

  2. Deutsch Landessprache? In Brüssel Fehlanzeige!
    Nicht EIN Mensch dort verstand Deutsch oder konnte es auch nur ansatzweise sprechen :(
    Absolut JEDER den wir in Brüssel angesprochen haben zuckte bei Deutsch nur nur mit den Schultern und seit ich mit Zappi in Brüssel war, weiß ich wie gut mein Englisch ist…. Von rund 20 angesprochenen Brüsselern, verstanden es 3, wobei einer davon Brite war, mit dem ich mich flüssig unterhalten konnte. Und das lag nicht etwa an meinen oder Zappis mangelnden Englischkenntnissen.
    Auf der „Police“ Wache waren etwa 8 Bedienstete anwesend, von denen konnte keiner Deutsch und nur Einer erahnte was wir Ihm auf englisch sagten.

    Ganz schön arm, für eine Stadt in der die Europäische Kommission Ihren Sitz hat….


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