Das vermaledeite Elterngeld

Freitag 23 Februar. 2007 um 18:06 | Veröffentlicht in Alltag, Der ganz normale Wahnsinn, Dumme Welt | Hinterlasse einen Kommentar

Demnächst werde ich wohl mal wieder Vater. Das bedeutet unter anderen, dass es seit den 1.1.2007 nicht mehr Erziehungsgeld gibt, sondern das sogenannte Elterngeld, bei dem es immer noch viele Verständnis Probleme gibt. Ich konnte gestern einen Vortrag beiwohnen, bei dem ein Verwaltungsjurist versucht hat ein bisschen Licht in das Dunkel zu bringen. Ich versuche hier das jetzt mal so einfach wie möglich wieder zu geben, und gehe von den von mir angenommenen Normalfall aus, dass das Ehepaar, oder auch Lebensgemeinschaft, vor der Geburt Vollzeit beschäftigt war und in etwa das selbe Verdient haben.

Das Elterngeld gibt es für die ersten 12 Monate nach der Geburt des Kindes, hinzu können noch die 2 Partner Monate kommen, die die Zeit auf maximal 14 Monate heraufsetzen.

Das Elterngeld wird berechnet aus den Durchschnitt der letzten 12 Monate. In dieser Berechnung finden sogenannte einmal Zahlungen, wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, 13tes Gehalt und sonstige Gratifikationen oder Leistungshonorierungen keine Berücksichtigung. Ich halte das zwar für Weltfremd, da immer mehr Menschen dazu übergehen ihr Gehalt über das Jahr zu betrachten, denn schließlich wird auch das Jahresgehalt vom Finanzamt versteuert und nicht nur die 12 Monatsgehälter. Aber Ungerechtigkeiten dieser Art kennen wir ja schon vom Alg1.

Die Höhe des Elterngeldes beträgt 67 Prozent des erechneten Druchschnitt Netto Einkommen der letzten 12 Monate. Das erechnet sich aber nicht aus den Gehaltsabrechnungen, sondern aus den Brutto, wo dann mittels Steuertabelle der Netto Wert errrechnet wird. Hier werden löblicher Weise auch mal Freibeträge berücksichtigt. Abgezogen werden allerdings nochmal 76,67 Pauschale für die Werbungskosten. Was eigentlich Blödsinn ist, weil dieses ja schon in der in der Steuertabelle berücksichtigt ist. Das ist allerdings auch ein deutlicher Hinweis darauf, dass die ganze Geschichte mit der heißen Nadel zusammengestrickt worden ist.

Die ersten acht Wochen gibt es für die meisten kein Elterngeld, da das Mutterschutzgeld für gewöhnlich höher ist.

Meine persönlich Empfehlung ist es, die Auszahlung des Elterngeldes zu halbieren und auf 24 Monate zu verteilen, da das Elterngeld zwar nicht versteuert wird, aber in der Progression mit berücksichtigt wird (von wegen wird nicht versteuert…). Aber auch das ist schon von anderen Lohnersatzleistungen wie den Alg1/2, Krankengeld, etc. bekannt.

Hier noch ein ziemlich ausführlicher Link, inklusive Elterngeld Rechner.

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