Armer doofer Ziercke

Montag 19 März. 2007 um 9:28 | Veröffentlicht in Überwachung, Der ganz normale Wahnsinn, dumm gelaufen, Dumme Welt, Politik Kram | Hinterlasse einen Kommentar

Der Herr Ziercke beweist durch seine neuerlichen Provokationen, dass er absolut keine Ahnung von den Möglichkeiten seiner Behörde hat. Ich wäre unendlich dankbar, wenn ein Mitarbeiter des BKAs sich mal ein paar Tage Zeit nimmt, und den Herr Zierke in die Grundlagen des Internets und die damit verbundene Technik einweist. Wenn er das denn grob verstanden hat, wäre es sehr nett, was jetzt schon an Überwachungsmöglichkeiten mit der SINA-Box, die jeder Provider stehen hat, gibt.

Für alle die es nicht wissen, eine kurze Beschreibung der Arbeitsweise der SINA-Box. Die SINA-Box arbeitet als transparenter Proxy. Wenn der Provider die Anweisung kriegt, wird die betroffene IP direkt über die SINA-Box geroutet. Das bedeutet, dass sämtlicher ein und ausgehender Netzwerkverkehr über diese Kiste läuft. Was kann man mit den Daten machen? Man kann eigenlich alles denkbare mit den Daten dann anstellen. Man kann sie speichern um sie später auszuwerten, man kann direkt sehen mit welchen Diensten im Internet der bespitzelte Rechner kommuniziert und man kann jeglichen Netzwerkverkehr mitlesen. Wie zum Beispiel E-Mails, IMs wie ICQ oder Jabber, eben einfach alles was dort an Daten rüber läuft. Ein bisschen problematisch ist, wenn der User starke Verschlüsselungen einsetzt für seine Netzwerkverbindungen. Aber auch da gibt es Tricks, den User dazu zubringen die Verschlüsselung auszuschalten. Es ist meistens gar nicht nötig die Verschlüsselung zu knacken, meist genügt es die verschlüsselte Verbindung zu stören bis der User die Verschlüsselung ausschaltet, und den Verkehr dann wieder ungehindert fließen zu lassen und alles hübsch in Klartext mitlesen zu können.

Wenn der User merkt, dass er durch eine SINA-Box geroutet wird, kann man die Kiste eigentlich beruhigt ausschalten. Denn um das zu merken gehört schon einiges an ausgefeilten Kenntnissen im Bereich Netzwerktechnik dazu, und der User wird sich keinen Millimeter mehr in den Bereichen bewegen, wo ihm etwas zur Last gelegt werden könnte. Wenn sich aber jemand so auffällig verhällt, wäre es meiner Meinung nach schon Zeit mal in einen realen Hausbesuch zu klären was da los ist, da wird sich dann mit Sicherheit auch ein Richter finden, der das abnickt.

Aber den Online Trojaner kannst man von der Idee schon in die Tonne treten. Dass der nichts taugen kann beweist ja schon Schäuble mit seiner Aussage, dass er nichts zu verbergen hat. War da nicht mal was mit Schreiber und irgendwelchen Geldkoffern?

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