Der Glos und der Mindestlohn

Donnerstag 29 März. 2007 um 21:40 | Veröffentlicht in Alltag, Der ganz normale Wahnsinn, Politik Kram | Hinterlasse einen Kommentar

In dieser Woche ist mir doch ein extremes Interesse an dem Themen Mindestlohn und Bürgergeld aufgefallen. Um dieses Thema nicht zu vergessen, ist es mal ganz interessant den lautesten Brüllen der Politik mal auf die Mandeln zu schauen. Also da wäre Michael Glos, seines Zeichens Bundeswirtschaftsminister.

Der Michael Glos mag Mindestlohn überhaupt nicht. Und wenn es ihn gebe, würde er die Mindestlöhne am liebsten auf Hartz4 Niveau senken. Der Herr Glos kennt eben nicht die Realität in Deutschland, wo vielerorts schon Löhne bezahlt werden, die in der Summe unterhalb von Hartz4 liegen. Aber so ist der Herr Glos, davon hat er nämlich auch keine Ahnung. Aber dass ist noch nicht alles, am liebsten würde er Hartz4 Empfänger auch die Möglichkeit geben sich noch nebenbei etwas zu verdienen. Dem Herrn Glos ist wahrscheinlich nicht aufgefallen, dass von den 400,- Euro die er maximal nebenbei verdienen darf, gerade mal eben 160,- Euro übrig bleiben. Wenn man jetzt den zusätzlichen Aufwand abzieht,  wie Fahrgeld und Arbeitskleidung, bleiben davon vielleicht gerade mal eben 60,- Euro über. Als reich wird man so bestimmt nicht.

Aber die Frage ist ja eigentlich, warum der Herr Glos sich so sehr gegen einen Mindestlohn wehrt. Ich hatte zuerst auf die übliche Korruption getippt, aber das ist es nicht. Leider ist es nicht so, nach einen Blick in seine Biografie scheint es viel mehr an dem geistigen Potential des Herrn Glos zu liegen. Der Glos ist gelernte Müller, und hat als solcher nicht nur den Meisterbrief, sondern hat auch den elterlichen Betrieb übernommen. Was mich darauf schließen lässt, dass die Produktion von Mehl etwas ist, mit dem er sich aus kennt, und auf dem Getreide Markt, gilt das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Sind die Preise hoch, kann ich viel Geld mit einen Sack Mehl verdienen, sind die Preise niedrig, kann ich nicht so viel Geld verdienen. Mit dieser Logik kommt man bei Arbeitnehmern nicht weit, denn Menschen sind keine Mehlsäcke.

Der Michael Sommer vom DGB hat es so ausgedrückt:

Wer Hartz IV als Lohnuntergrenze ansieht, verhöhnt die Betroffenen.

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