Zero Toleranz gegen Schäuble

Donnerstag 10 Mai. 2007 um 5:26 | Veröffentlicht in Community, Der ganz normale Wahnsinn, Schäuble, Stasi 2.0, Wasserscheu | 5 Kommentare

Schäuble und der LinuxTag. Da übernimmt Schäuble die Schirmherrschaft für den LinuxTag und betont dabei die niedrigeren Kosten und das Plus an Sicherheit, die der Einsatz von Open Source Lösungen mit sich bringt. Allerdings ist diese Schirmherrschaft mehr als umstritten im Lager der Open Source Anhänger. Für viele von uns ist es ein Affront, gerade den Menschen, der in der letzten Zeit am meisten damit beschäftigt ist, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung auf dem Altar der Terrorbekämpfung zu opfern, zum Schirmherrn einer Messe zu machen, deren Inhalte auf Freiheit basieren. Schäuble ist dabei, unsere Freiheit seinen Wahnvorstellungen zum Fraß vorzuwerfen und sie durch einen Überwachungsstaat zu ersetzen, den die Welt noch nicht gesehen hat und Orwell als fantasielos dastehen lässt.

Freie Software und Schäubles Vorstellung von seinem Gottesstaat passen nicht zusammen. Das Herz und die Seele der freien Software ist die Freiheit. Die Freiheit zu sagen und zu schreiben, was man will. Den Code anderer zu nehmen und zu bearbeiten, zu verbessern, zu prüfen oder auch zu verreißen. Die Freiheit von Open Source ist nicht die Freiheit von der iss soviel du kannst Mentalität , sondern die Freiheit der freien Rede im Sinne des 1. Zusatzes der amerikanischen Verfassung (nicht alles was aus Amiland kommt ist schlecht, nur wird meist das Schlechte exportiert). Schäuble und freie Software passt nicht zusammen und zwar so sehr, dass man von Seiten der LinuxTag Organisation vielleicht mal darüber nachdenken sollte, von dieser Schirmherrschaft Abstand zu nehmen. Dann würde sogar ich vielleicht mal wieder zum LinuxTag fahren. Für alle die hinfahren müssen, gibt dann ja immer noch die Option, sich eines der schönen Stasi 2.0 Shirts zu besorgen und damit seinen ganz persönlichen Protest auf der Messe auszudrücken.

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5 Kommentare »

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  1. Hm, etwas problematischer sehe ich eigentlich mehr die mangelhafte private Technik-Begeisterung des Bundesinnenministers. Er redet vom Internet gerne mit Worten wie „dieses Online“, scheint auch sonst nicht grade viel mit Computern zu arbeiten. So einen zum Schirmherren einer Computermesse zu machen ergibt irgendwie wenig Sinn, mal ganz abgesehen von seinen Vorstellungen von Freiheit.

  2. Selbst wenn Linux sich unterwerfen würde, gäbe es keinen Grund zur Sorge (wer nutzt schon reines Linux?)!
    Es gibt ja noch genug veränderte Distris, welche mit Sicherheit nicht konform mit Linux gehen und alles dran setzen werden, ein zweites Windows zu werden!

  3. LinuxTag nimmt Stellung zur Schirmherrschaft Schaeubles

    Vor einigen Tagen wurde es offiziell: Bundesinnenminister Wolfgang Schaeuble soll die Schirmherrschaft ueber den LinuxTag uebernehmen. Nicht nur unter den Bloggern hat diese Meldung eine rege Diskussion ausgeloest. Man fragte sich wie ein Mensch wie …

  4. Ich habs gelesen, ich werde später noch was dazu schreiben. Das stinkt mir nämlich ganz gewaltig.

  5. […] Anfeindungen und Kritiken im Netz über Schäuble als Schirmherren des LinuxTag dieses Jahr. Mein Meinung dazu hatte ich schon mal Kund getan. Deshalb kommt hier jetzt meine Reaktion auf die Reaktion der LinuxTag […]


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