Neulich bei direkt zur Kanzlerin

Sonntag 15 Juli. 2007 um 15:26 | Veröffentlicht in Der ganz normale Wahnsinn, Dumme Welt, Hartz IV | 1 Kommentar

Ich lese ja mit schöner Regelmäßigkeit den RSS-Feed von der Seite Direkt zur Kanzlerin mit. Die Postings dort schwanken zwischen Besorgnis, der Schäuble ist da auch öfter mal Thema, pures geflame und Hilferufe. Teilweise sind da echt tragische Fälle die einen die Tränen in die Augen treiben und manchmal gibt es Fälle wo man sich fragt, wie denn bestimmte Leute es immer wieder schaffen unter Umgehung aller Möglichkeiten die einen zur Verfügung stehen direkt eine Instanz damit zu belästigen, die damit überhaupt nichts zu tun hat.

So der Fall der Darinka Braun. Sie beklagt sich über die Verhältnisse bei ihren Midi-Job. Unter anderen darüber, dass sie keinen Urlaub kriegt und sich diesen erst erarbeiten müsse, dass sie nur Qualitativ hochwertige Arbeit bezahlt kriegt. Sie weiß nicht mehr weiter, denn der Betriebsrat greift auch nicht ein (soviel zu dem Thema was man für Geld alles kaufen kann) und die Behörden fühlen sich nicht zuständig (passt prima zu den Thema allumgreifende Inkompetenz). Nun sitzt die arme Frau alleine da, und weiß nicht was sie machen soll, denn gemobbt wird sie auch noch.

Ich bin kein Anwalt, aber soviel kann ich der guten Frau auf den Weg mitgeben: Das mit den Urlaub ist ein Fall für das Arbeitsgericht. Das mit der nicht Bezahlung der Arbeitszeit bie qualitativ minderwertiger Leistung kann ein Fall für das Arbeitsgericht sein (was steht eigentlich im Arbeitsvertrag?) und/oder auch für die Staatsanwaltschaft (§138 BGB und §291 StGB bei Wikipedia schön erklärt). Mobbing und Bossing sind eine Sache für sich in Deutschland, da die Beweisführung für den Betroffenen meist schwer zu vollziehen ist. Das mit keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle halte ich ebenfalls für juristisch sehr wakelig Denn laut §4 TzBfG ist es nicht machbar, Teilzeitbeschäftigte und Vollzeitkräfte ungleich zu behandeln. Also nicht den Kopf in den Sand stecken sondern kämpfen, denn wer nicht kämpft hat schon verloren.

Wen jetzt der Spruch kommt, dass ihr damit auch nicht geholfen ist wenn sie durch ihren Widerstand ihren Job verliert, den muss ich entgegnen, dass er Demokratie überhaupt nicht verstanden hat. Sollten der Frau auch noch irgendwelche Nachteile bei der Arge dadurch enstehen, so sollte sie dann schleunigst zum Sozial-Gericht damit gehen. Denn Fall-Manager die so etwas als Aufhänger für eine Sperrfrist nehmen, gehören lobotomiert (mist, dass sind die wahrscheinlich schon), also gevierteilt, gestreckt, geteert und gefedert, erhängt und erschossen. Mindestens.

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  1. Sich einem solchem Arbeitnehmerinnenverhältnis auszusetzen, weil man Angst hat, dass zu tun, was einem zwar zusteht aber wegen des Verdachts des Schmarotzertums nicht in Anspruch nehmen möchte, hat leider schon das Grundgesetz für sich selbst außer Kraft gesetzt. Ansonsten kann ich nach meinem gestriegen Beistands“dienst“ für eine junge Frau bei der ARGE den Verdacht der Lobotomie nicht von der Hand weisen auch wenn ich es nicht beweisen kann.


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