Tor: Die ich weiß nicht wievielte (Update)

Freitag 28 Dezember. 2007 um 1:49 | Veröffentlicht in Überwachung, Community, Datenschutz, Linux, Open Source, Stasi 2.0, wunderbare Welt | 7 Kommentare
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Anleitung wie man am heimischen Rechner über Tor einigermaßen Anonym (ich weiß, dass das nicht das Nonplusultra ist, aber zur Zeit so ziemlich die einzige Alternative zum Stecker ziehen ist) im Internet rum latschen kann. Warum gerade jetzt? Weil wegen dem Köhler, der das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung gestern unterschrieben hatte und nur geringe Bedenken hatte was die Grundgesetzverträglichkeit angeht. Dieses HowTo bezieht sich auf Ubuntu. Als erstes sollte man sich einen aktuellen Tor besorgen. Den gibt es hier. Der Einfachheit halber trägt man einfach die Qellen in die /etc/apt/sources.list:

deb http://mirror.noreply.org/pub/tor gutsy main
deb-src http://mirror.noreply.org/pub/tor gutsy main
deb http://mirror.noreply.org/pub/tor experimental-0.2.0.x-gutsy main
deb-src http://mirror.noreply.org/pub/tor experimental-0.2.0.x-gutsy main

Damit das dann auch ohne Bauchschmerzen zu installieren ist sollte man noch den GPG Key zum Apt Key Ring hinzufügen. Das geht so:

gpg –keyserver subkeys.pgp.net –recv-keys 0x94C09C7F
gpg –export 0x94C09C7F > key.gpg
sudo apt-key add key.gpg

Gemacht?
Super, dann in der Konsole apt-get update machen und mit apt-get install tor den Tor Onion Router installieren. Damit man Tor auch ohne Bauchschmerzen benutzen kann fehlt da noch der Privoxy, den man mit apt-get install Privoxy installieren kann. Wenn man dann mit seinen Firefox/Iceweasel über das Tor Netzwerk surfen will, wäre noch ein Button mit dem man schnell zwischen Proxy und nicht Proxy Betrieb umschalten kann, so etwas gibt es hier. Einfach installieren und tut gar nicht weh.

Das war es fast. Da sind noch ein paar kleine Hürden zu nehmen. Erstmal muss Privoxy wissen das er ab jetzt mit dem Tor-Server zusammn spielen muss. Dazu schnappt man seinen Lieblings Editor und sucht in der Datei /etc/privoxy/config nach einer Zeile mit folgenden Inhalt:

# forward-socks4a / 127.0.0.1:9050 .

In dieser Zeile nimmt man einfach die Raute vorne weg (der Punkt ist wichtig und muss mit rein sonst hagelt es Fehlermeldungen), so weiß der Privoxy wo sein Kumpel sitzt. Ein Neustart von Privoxy wäre natürlich auch angebracht. wer die Zeile nicht findet, kann sie auch ganz oben in die Datei rein schreiben.

Bitte nicht wundern wenn erstmal nicht viel geht. Der Tor-Server braucht ein weilchen um sein Directory mit anderen Tor-Servern zu bereichern die entweder als Relay oder als ExitNode arbeiten. Aber meistens ist nach nicht mehr als 20 Minuten das Netzwerk soweit aufgebaut, dass zwar langsam aber mit etwas mehr Privatsphäre surfen kann. Überprüfen ob Tor und Privoxy wie erwartet funktionieren kann man hier.

Warum langsam surfen?
Ganz einfach. Das Tor Projekt ist ein Community Projekt und ist entsprechend davon abhängig wieviele dabei mitmachen und auch ein bisschen Bandbreite zur Verfügung stellen. Was heißt das für uns? Eben, mal nicht so Egoistisch sein und ein bisschen Bandbreite abgeben. Wie macht man das? Wir greifen uns mal wieder unseren Liebling Editor und suchen in der Datei /etc/tor/torrc nach folgenden Einträgen:

# RelayBandwidthRate 100 KBytes # Throttle traffic to 100KB/s (800Kbps)
# RelayBandwidthBurst 200 KBytes # But allow bursts up to 200KB/s (1600Kbps)

Wie oben müssen auch hier die beiden # am Anfang weg. Die beiden Werte kann man bis 20KBytes runter schrauben darunter tuts Tor nicht. Aber in Zeiten heutiger DSL Bandbreiten kann man doch locker 20 KBytes oder noch ein bisschen mehr freischaufeln oder? Eben und das alles tut gar nicht weh und hilft dabei das Tor Netzwerk performanter zu machen. Wenn man dann noch ein bisschen Nerd Blut in den Adern hat, setzt man beim Nickname noch einen schönen markanten Namen wie Stasi20Basher und kann dann auf dieser Seite seinen Tor-Server bewundern. Das ist doch ein Wort oder?

Wie alles gibt es auch hier Schattenseiten. Wie die rechtliche Situation aussieht kann ich nicht sagen, Ob man Ärger bekommen kann wenn man einen kleinen Tor Exit Server zu Hause betreibt kann ich auch nicht sagen. Das Risiko, dass irgenwelche Post ins Haus flattert oder gleich das SEK ist durchaus vorhanden ist aber als gering einzuschätzen. Doch wer lässt sich denn von solchen Kleinigkeiten abschrecken.

Mehr Infos zum Tor Netzwerk gibt es hier.

Update:

Und zwar gibt es noch einen kleinen aber feinen grafischen Client um Tor zu konfigurieren und zu steuern. Vidalia muss zur Zeit noch aus den Quellen selbst gebaut werden was aber relativ einfach ist.

wget -c http://vidalia-project.net/dist/vidalia-0.0.16.tar.gz
tar zxvf vidalia-0.0.16.tar.gz
sudo apt-get install qt4-dev-tools qt4-designer
export QMAKE=/usr/bin/qmake-qt4
make
sudo make install

Nun hat man ein hübsches kleines Programm womit sich der Tor Server steuern lässt sogar mit Tray Icon und hübscher grafischer Konfiguration. Starten tut man das Programm mit vidalia &. Zu beachten ist, das Tor zu den Zeitpunkt nicht laufen darf, da Tor von Vidalia mit Rechten des Users gestartet wird. Damit nach einen Neustart Tor nicht wieder vom System gestartet wird, empfiehlt es sich mit rcconf Tor aus den automatisierten Startprozess zu entfernen. Wenn rcconf nicht auf dem System ist, einfach mit apt-get install rcconf installieren.

Internet is for Pron

Donnerstag 6 September. 2007 um 18:25 | Veröffentlicht in Community, Kurz und Gut, Linux, Lustiges | Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt Theorien die besagen, dass das Internet ohne Pronografie gar nicht existieren würde und das die meisten User im Internet nur wegen Pron unterwegs sind. Da ja Microsoft Windows nun inzwichen als sehr sehr wackeliger Kanditat in Sachen Sicherheit gilt, schwenken wohl auch immer mehr Prono Konsumenten auf alternative Betriebsysteme um. Einen Beleg gibt es dafür im Bugzilla von Gnome. Bugzilla wird dafür genutzt um gefundene Bugs zu melden und zu verwalten. Der Bug beschreibt den Crash von Totem, wenn man ein mpg nach den anderen öffnen will. Der Backtrace ist soweit nicht sehr spannend, da leider keinerlei Debuggung Symbols zu sehen sind. Interessanter ist da schon der Inhalt von der Datei .xsession-errors den er mit postete, hier ein kleiner Auszug davon:

xterm -e mplayer /home/tom/Video/aroma milk lactating preg pron.movstarting
xterm -e mplayer $URL$
xterm -e mplayer /home/tom/Video/aroma milk lactating preg pron.movstarting
xterm -e mplayer $URL$
xterm -e mplayer /home/tom/Video/Paola Rey – Little Miss Innocent.mpgstarting
xterm -e mplayer $URL$

Wir sehen also, Pron ist auch der Motor der Open Source Bewegung. ;)

CC Musik: Das unbekannte Wesen

Mittwoch 5 September. 2007 um 21:56 | Veröffentlicht in Blogosphere, Community, Creative Commons, Musik, wunderbare Welt | 1 Kommentar

Musik die unter einer Creative Commons Lizenz erscheint führt, nicht nur in Deutschland, ein absolutes Schattendasein. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig. Sei es, dass die Qualität der Musik doch nicht wirklich immer so doll ist, sei es, dass die Auswahl, zum Beispiel bei Jamendo, so groß ist, dass es ohne Tipps schier unmöglich ist sich durch die Masse der Angebote zu wühlen, sei es, dass die Radio-Stationen Freie Musik scheuen wie der Teufel das liebe Weihwasser oder eben keine Lobby, sprich Musik Industrie, dahinter steht. Musik braucht keine Industrie, Musik braucht Hörer.

Um die freie Musik ein bisschen aus ihren Schatten Dasein zu hieven, hat der Bürgermeister von Karl-Tux-Stadt eine Aktion ins Leben gerufen, die da heißt:

Creative Commons unser Superstar

Genauso wie auf den Button auf der rechten Seite ganz oben. Also wer gute freie Musik kennt, sei es ein einzelnes kleines Stück oder ein ganzes Album, möge diese bei den Bürgermeister einreichen.

Das es gute freie Musik gibt unter einer CC Lizenz, sieht man an Beispielen wie Jammin‘ Inc oder Versbox.

Die 10 Gebote für Linux Neulinge

Freitag 17 August. 2007 um 15:44 | Veröffentlicht in Community, Linux, wunderbare Welt | 3 Kommentare

1. Du sollst nicht als root eingeloggt sein.

Benutze „sudo“ oder „su -“ für administrative Aufgaben.

2. Du sollst den Paket Manager deiner Distribution
verwenden solange es möglich ist.

Manchmal kann man das Installieren von Programmen aus den
Quellen nicht vermeiden. Aber wenn man den Paket Manager seiner
Distribution verwendet um Software zu installieren, hat man den
Vorteil, dass man die Pakete leicht installieren und wieder entfernen
kann. Das ist einer der größten Stärken von Linux überhaupt.

3. Du sollst ein teil der Community sein.

Gebe frei zurück, was du frei bekommen hast.
Biete Hilfe und Unterstützung an, wann immer du kannst.

4. Du sollst die Dokumentationen und die Man-Pages lesen.

Lese immer die Dokumentation.
Die Leute schrieben die Dokumentation in der Hoffnung
deine Fragen vorzugreifen und im voraus zu beantworten.

5. Du sollst das vorhandene Support System benutzen.

Zu Linux zu wechseln kann sehr hart sein. Es kann sehr
frustrierend sein, aber da draußen gibt es eine Menge
Leute die dir helfen wollen. Lass sie dir helfen.

6. Du sollst suchen.

In den meisten Fällen ist deine Frage oder dein Problem schon
mal aufgetaucht. Versuche die Antworten zu finden bevor du
dieselbe Frage nochmal stellst.

7. Du sollst erforschen.

Linux eröffnet dir eine neue Welt mit ungeahnten Möglichkeiten.
Probiere soviel du kannst aus.

8. Du sollst die Kommando Zeile benutzen.

Ganz besonders wenn es ans konfigurieren geht. Benutze die
grafischen Programme um dein System zum laufen zu kriegen,
aber kenne die Befehle in der Kommando Zeile auch. In vielen
ist die Kommando Zeile der einzige Weg spezielle Einstellungen
vorzunehmen.

9. Du sollst nicht versuchen Windows neuzuerfinden.

Linux war nie als ein Windows Klon gedacht. Es ist anders.
Lerne die unterschiede zu schätzen.

10. Du sollst nicht aufgeben.

Ich habe mehrere Distributionen ausprobiert, bis ich eine
gefunden hatte die meinen Bedürfnissen am besten entspricht.
Ich hab viele Programme ausprobiert bis ich welche gefunden
hatte die meinen Ansprüchen genügten (amarok, xmms, beep,
mpd, exaile für Musik – azureus, ktorrent, deluge für Bittorrents).
Und vergesse niemals, dass wenn dir ein Programm nicht gefällt,
steht es dir frei es nach deinen Wünschen anzupassen.

Übersetzt von mir, das Original ist auf Linux Brain Dump. Meine Meinung dazu:

Hut ab vor der Geduld, aber Recht hat er, ich bin da meistens kürzer angebunden und fasse es auf zwei Gebote zusammen:

1. RTFM

2. STFW

Ansonsten STFU.

;)

Von Trittbrettfahrern und Stinkstiefeln

Freitag 20 Juli. 2007 um 22:33 | Veröffentlicht in Blogosphere, Community, Der ganz normale Wahnsinn, Schäuble, Umgang | 7 Kommentare

Es ist nun schon 10 Tage her, dass ein kleiner Blogeintrag von Sven Scholz dafür sorgte, dass sich viele BloggerInnen und andere NetzbewohnerInnen sich mit einer Idee identifizieren können. Die Idee ist sich auf der Seite des Bundestages die maximal zu erhaltenen drei Grundgesetze nach Hause zu bestellen und ein Exemplar an den Herrn Schäuble zu schicken, da es wohl einen Mangel an Grundgesetzen im Bundesinnenministerium gibt. Die Idee ist natürlich etwas Absurd und die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich auch nur irgendein höherer Mitarbeiter die Päckchen zu sehen kriegt tendiert gegen Null. Wahrscheinlich werden die schon alle in der Poststelle abgefangen. Aber was ist denn eigentlich der Sinn dieser Aktion?

Sinn dieser Aktion ist es, dass einige wenige Menschen die mit den gedachten Grundrechte Abbau nicht einverstanden sind, die Möglichkeit haben ihre Stimme zu multiplizieren und damit auch vielleicht nicht Interessierten für das Thema zu interessieren und zu sensibilisieren. Das ist machbar und in meinen direkten Bekannten Kreis hat, nicht nur diese Aktion doch das Hirn geöffnet und es wird zum Beispiel darüber diskutiert inwieweit das Aufheben der Grundrechte uns vor Terrorismus schützen kann (interessanter Weise kommt dabei immer wieder raus, dass das Aufheben von Rechten nur den Staat schützt, aber nicht deren Bürger). Diese Aktion ist und war ohne irgendeine politische Ausrichtung (kein Wunder, wo nichts geplant ist, kann auch nichts gerichtet werden. Es haben sich inzwischen auch verschiedene politische Gruppierungen angeschlossen, wie zum Beispiel die grüne Jugend Bayern.

Und da kommen ich zum ersten Teil des eigentlichen Themas, den Tritbrettfahrern. Bis jetzt sind zwei verschiedene Ortsgruppen unabhängig voneinander auch auf diese Idee gekommen. Zum ersten wären da die JuSos Hessen-Nord, das war am 16.07, also Montag, und zum anderen die JuSos Hessen-Süd einen Tag später. Faszinierend ist, dass beide Meldungen fast Wortgleich sind, aber keiner von den beiden auf den anderen verlinkt oder hinweist und jeder der Meinung ist, man sei der tolle Hecht. Natürlich gibt es JuSos die nicht so denken, wie Robin (der vermutlich sogar, allerdings unabsichtlich dafür sorgte, dass die putzige Idee seine Runde machte) allerdings auch Exemplare wie Carsten Sinss, die einfach nicht zurück stecken können oder wollen. In einen Punkt möchte ich Herrn Sinns von hier aus der Ferne allerdings widersprechen. Er schreibt in seiner Diskussion mit Sven Scholz:

b) Die Aktion hat mit Versand der Pressemitteilung begonnen – also haben wir sie „gestartet“. Dies ist die Intention hinter dem Wort – nicht mehr, nicht weniger.

Meiner Kenntnis nach hat der Herr Abel die Presse schon deutlich früher informiert. Also wer hat es gestartet?

Aber darum geht es nicht, es geht darum, dass es politsche Gruppen gibt, die sich eine Aktion von anderen abschaut und dann für ihre Zwecke instrumentalisiert. Das ist genau der Punkt der vielen aufstößt. Es kann doch nicht so schwer sein einen kleinen Zusatz zu machen, dass eine ganze Schar von Netizen auf den selben Trichter gekommen sind und man diese Aktion nun zusammen macht (anschließen muss da ja nicht mal stehen). Aber nö, da wird wohl nichts kommen.

Und jetzt die Stinkstiefel. Den einen stört es, dass sich ein Nazi-Portal der Aktion angeschlossen hat, und verlinkt auch noch brav darauf. Eigentlich hätte es gereicht, wenn es in einen Kommentar gepostet hätte, oder die Blogs via E-Mail zu informieren, dass sich da ein paar Glatzen eingeschlichen haben. Wenn man bedenkt, dass Reich und Schön zuvor die Aktion mit schlechter Musik verglichen hat und in der Kategorie Idiotenzoo veröffentlichte, schaut er sich die Aktion ja ziemlich genau an. Und dann sind da noch andere die diese Aktion für Sinnlos und Überflüssig halten und der Meinung sind, dass da Steurgelder verschwendet werden. Da wird dann gemeint, dass man doch auf der Straße demonstrieren könne (BePo Einsätze kosten auch Geld, und nicht zu knapp, dagegen ist die GG-Aktion ein Witz), denn das hätte ja mehr Wirkung und das habe man ja schon immer so gemacht.  Mag ja sein, aber ich habe meine Teilnahme an an Demonstrationen abrupt eingestellt, als die Polizei anfing alles abzufilmen und das Vermummungsverbot Gesetz wurde (meines Erachtens immer noch ein klarer Verstoß gegen das Grundgesetz).

Alles was dazu geneigt ist, die Menschen für die politischen Belange des Landes in dem sie leben zu sensibilisieren ist nicht Überflüssig oder Sinnlos, sondern Sinnvoll und Nötig. Und noch was, eines kommt von der Stinkstiefel Fraktion nicht: Alternativ Vorschläge. Schlagt was besseres oder was anderes vor. Aber da kommt bei mir irgendwie nichts an.

Bloggers United against Schäublism

Freitag 13 Juli. 2007 um 22:15 | Veröffentlicht in Blogosphere, Community, Der ganz normale Wahnsinn, Schäuble, Stasi 2.0, wunderbare Welt | 3 Kommentare

Chronologie eines Phänomens

10.07.2007

Vor gerade mal drei Tagen hat eine weniger bekannte Bloggerin, Karam, die eigentlich harmlose Idee gehabt, sich drei Ausgaben des Grundgesetzes zukommen zu lassen um sie im Bekanntenkreis zu verteilen und jedem die Möglichkeit zu geben das Grundgesetz mal durchzulesen. Immerhin ist es die Grundlage unseres Staates, und gehört damit zu den wichtigsten Dokumenten überhaupt. Damit diese Aktion nicht eine möglichst breite Masse erreicht, bat sie alle mitlesenden BloggerInnen diese Sache im netz zu verbreiten.

Und wie es so ist, ging es rum. Auch ein Sven Scholz bekam Wind von der Geschichte und kommentierte ihren Beitrag mit den Worten, dass er die Idee ein bisschen aufgepeppt hätte. Das hatte er auch. Seine ergänzende Idee war, unseren Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ebenfalls ein Exemplar zukommen zulassen da es wohl anscheinend im Bundesinnenministerium einen akuten Mangel an dieser guten Lektüre gibt.

11.07.2007

Natürlich bleiben solche Spitzen auf unseren Bundesinnenminister nicht unbemerkt, und so entschloß sich Wonko (der Verständige) Sven Scholz seinen Blog Eintrag bei Y¡GG zu posten. Wo er innerhalb kürzester Frist zum Post des Tages wurde. Am selben Tag ist auch Somlu darüber gestolpert, und führt seitdem eine Liste der beteiligten Blogs, die sie regelmäßig aktualisiert und nebenbei die Idee hat den christlich militanten und verfassungsfeindlich orientierten Norbert Geis (CSU) von der CDU/CSU Fraktion auch ein Exemplar zu schicken. Hier möchte ich anregen den Herrn Geis doch erst mal eine Bibel zukommen zu lassen, und sich vor allem alles über Jesus, bis auf die Bergpredigt die is eh gefälscht, durchzulesen.
An diesen Tag hat Patje in seinen Wiki einen neuen Eintrag generiert, um einen Brief an Schäuble unter Mitarbeit anderer zu erstellen.

12.07.2007

Roman Möller bastelt einen Banner für die Aktion. Ich würde ja wieder meine geliebte RTFM Vorlage nehmen, aber das wäre im Moment doch nicht ganz passend, ein kleines bisschen zu provokativ und würde dann ohne Ende Kommentatoren auf den Plan rufen die Ironie und Satire nicht mal verstehen wenn sie sie anspringt. Das war auch der Zeitpunkt wo ich, als bekennender Schäuble Freund, die Geschichte bemerkte und am nächsten Morgen einen eigenen Blog Eintrag darüber verfasste, in dem ich ebenfalls zusicherte an der Aktion teilzunehmen. Zu den Zeitpunkt waren meine Exemplare des Grundgesetzes bereits bestellt. Keine zwei Stunden hat der Wettermann von SAW Radio Frank Abel, alias Frank Wettert, einen Post auf seinen Blog hinterlassen, indem er
verlautbaren ließ, dass er diverse Online und Offline Medien über die Aktion informiert hat.

13.07.2007

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind bei Somlu 145 Blogs und Foren aufgeführt, die sich der Sache angenommen haben. Der am Anfang von Karam gehegte Verdacht, dass die Bundesdruckerei Überstunden schieben muss scheint sich langsam zu bestätigen.

Ein Stöckchen aus Raum und Zeit

Dienstag 3 Juli. 2007 um 21:28 | Veröffentlicht in Blogosphere, Community, Stöckchen, wunderbare Welt | 3 Kommentare

Kommt ein Stöckchen geflogen, legt sich nieder auf meinen Blog. Diesmal von Micha. Das Stöckchen liegt hier schon ein bisschen länger rum, dass hat allerdings damit zu tun, dass man für so ein Stöckchen den Kopf frei haben muss, und das hat bei mir Seltenheitswert.

Eine belgische Kartoffel – Das Surrealistische Wurfholz

1 – Nehmen wir an du stehst auf einem Feld. Links neben dir eine Kuh, rechts ein kleiner grüner Außerirdischer mit einer Todesstrahlenkanone. Welche der beiden Plagen würdest du lieber reiten wollen?

Die Kuh wurde ich koscher schlachten, und dann den kleinen grünen Mann fragen, ob man die Todesstrahlenkanone auch auf Grillen stellen kann. Reiten kommt nicht in Frage, denn dabei wird mir immer schwindelig. Erinnert mich daran, dass ich heute noch was essen sollte.

2 – Wir schnitzen zwei Schlüssel aus guatemaltesischen Hartholz, welche anschließend von taubstummen Maori unter Wasser zu Gold geklöppelt werden. Würdest du damit lieber eine Tür zu unermesslichen Reichtümern, oder eine Tür zum ewigen Glück aufschließen?

Glück kann auf die Dauer ganz schön langweilig werden, dann schon lieber unermessliche Reichtümer, dann könnte man sich auch die eine oder andere Regierung zurück kaufen und damit dann auch anderen zu etwas mehr Glück verhelfen.

3 – Treffen sich zwei Kosmonauten. Beide Grün. In Bezug zur aktuellen quantenmechanischen Gegebenheit, welche Farbe hat deine Unterhose?

Wenn sie das erste mal im Weltall sind wird, worauf das Grün schließen lässt, so sind die unterhosen vorne gelb und hinten braun. Als Grundfarbe würde ich ein helles Ocker empfehlen, dass lässt die Peinlichkeiten wenigsten ein bisschen nach Camouflage aussehen.

4 – Rem Ten Gnu Go

[] Ebenso.

[] Könnte besser sein.

[] Es ist schon Abend, werter Herr.

[x] Schau doch, all die schönen Kamele!

5 – Zwei Schweine sitzen auf einer Bank. Das eine trägt ein rosa Kleidchen, das andere hält eine Atombombe in der Hand. Was würdest du sie fragen?

Das Schwein mit der Atom Bombe würde ich fragen ob es die am liensten mit Erbeer Marmelade ist und ob das Schweinchen mit den Kleid dazu Loopings in Essig ferkelt.

6 – Du sitzt an einer Bushaltestelle. Ein Bus mit der Nummer 42 hält und ein Radfahrer mit zwei Playboy-Models steigt aus. Was tust du?

[x] – Ich werde die Gesetzte der Physik außerkraftsetzen und einen Cheeseburger erschaffen, von dem selbst Gott Magenschmerzen bekommen wird.

[] – Nichts, denn ich träume nur.

[] Den Radfahrer mit Tampons bewerfen, bis er blutet.

7 – Es ist Zeit. Wofür?

Es ist Zait dafür die zeit anzuhalten und wieder in den Zustand zurück zudrehen wo echte Gnome noch Gnome waren und Stöckchen glücklich in den Weidegründen der Augenbrauen grasen.

8 – Wenn 1×1 39 ist, dann ist 37 x 1,5 wieviel?

2164,5

9 – Salvador Dalí ist

[] Ein Genie!

[] Ein Wahnsinniger!

[x] Beides!

[x] Ein Ei, das sich in die Morgensonne verwandelt und glücklich auf uns hernieder lächelt.

[] … (selber was schreiben)

10 – 38 wild gewordene Spartaner rennen, wie vom Ochsen gejagt, durch deinen Vorgarten und werfen hierbei mit Blindschleichen um sich. Auf welchen deiner Blogposts würde diese Beschreibung am besten zutreffen?

Das ist einfach, der Linksextrem Post. :)

11 – Ich, derjenige der diesen Stock erhalten hat, bin … ähm …

[] war

[] sein

[x] Kreuzschlitzschraubenzieher

[] Endoplasmatisches Retikulum

[] ohne weitere Umschweife gebe ich zu, dass ich (selber was schreiben)

[] etwas das …. (selber was schreiben)

— belasten mit diesen seltsamen Wurfholz möchte ich —

Das ist jetzt schwer, aber ich werde mir ein paar völlig Ahnungslose mit diesen gemeingefährlichen Wurfgeschoss bewerfen. Also da wären Kiri, Wissenbelastet, den Martin und Olli. Hoffentlich meckern die nicht. Ich freue mich eigentlich immer über ein Stöckchen auch wenn ich nicht immer sofrt darauf reagieren kann.

Heisser Freitag

Dienstag 3 Juli. 2007 um 6:44 | Veröffentlicht in Community, Der ganz normale Wahnsinn, Open Source | Hinterlasse einen Kommentar

Wie es scheint, gibt es immer noch zu viele MdBler die auf der Gehaltsliste von Microsoft stehen oder von Microsoft nahestehenden Unternehmen unterstützt werden. Anders ist die Notwendigkeit für eine derartig schnelle Aktion der FFII nicht zu erklären.

Nach dem Willen führender Abgeordneter der Berliner Koalition aus CDU und SPD soll der Bundestag diese Woche beschließen, im öffentlichen Raum „offene Standards“ durchzusetzen. Ein lobenswertes Vorhaben, doch leider wird dabei der Begriff „offene Standards“ so umdefiniert, dass darunter patentierte Standards fallen, die nur im Rahmen restriktiv lizenzierter Software-Produkte verwendet werden dürfen. Und das ist kein Versehen. Die führenden Parlamentarier wenden sich bewusst gegen wettbewerbsfreundliche EU-Vorgaben. Sie sagen unumwunden, worum es ihnen geht, nämlich jegliche „Diskriminierung“ gegen den Monopolisten zu vermeiden. Genannt werden dabei etwa dessen Versuche zur Unterminierung des ODF-Standards, denen gegenüber der Bundestag natürlich, anders als die EU, eine „neutrale“ Haltung einnehmen muss. Der Monopolist muss schließlich seine faire Chance erhalten, konkurrierende Geschäftsmodelle mit staatlicher Unterstützung aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen. Hiervon sind besonders die Experten der CDU überzeugt. Die SPD hält sich bedeckt. Die drei Oppositionsparteien haben sich für echte offene Standards eingesetzt. Unterstützung erhielten sie dabei vom Innenministerium (BMI), wohin das Wirtschaftsministerium den monopolistenfreundlichen CDU-Kurs zu unterstützen scheint.In dieser Situation genügt es nicht mehr, den kleinen Kreis der Abgeordneten auch dem Fachausschuss anzusprechen. Wenn der Antrag am Freitag im Morgengrauen durch das Plenum gewunken wird, muss sich Widerstand von anderswo her regen. Das geht nur, wenn Sie SCHNELLSTMÖGLICH das Gespräch mit Ihrem Abgeordneten suchen.

Dabei können Ihnen die

Bundestags-Seiten
http://www.bundestag.de/

und

unsere Dokumentation
http://www.ffii.org/wiki/offenestandards

behilflich sein. Weitere Anregungen, einschließlich Kontaktdaten, erhalten
Sie, wenn Sie an de-help <at> ffii . org schreiben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Hartmut Pilch
Vorsitzender FFII Deutschland http://www.ffii.de/

Petition: Kein ISO Standard für Microsoft

Sonntag 1 Juli. 2007 um 0:02 | Veröffentlicht in Community, Der ganz normale Wahnsinn, Unterwegs, wunderbare Welt | Hinterlasse einen Kommentar

Und mal wieder eine kleine Petition die aber nicht unwichtig ist. Diesmal geht es um den Schrottreifen XML Standard den Microsoft gerne als ISO Standard sehen würde. Mal abgesehen das eigentlich alles was von MIcrosoft kommt in irgendeiner Form Evil ist, hat der Möchtegern Standard von Microsoft auch jede menge, wie sollte es anders sein technische Fehler. Ich zitiere hier mal von der Petitionsseite:

Es gibt schon eine Norm ISO26300, auch Open Document Format (ODF) genannt: eine doppelte Normung erhöht die Kostenbelastung für Wirtschaft, Regierungen und Bürger;
Es existiert keine belegte Implementierung der OOXML Spezifikation: Microsoft Office 2007 unterstützt ein Derivat von OOXML, aber kein Dokumentformat, das mit der Spezifikation übereinstimmt;

In dem Spezifikationsdokument fehlen Informationen, zum Beispiel wie ein autoSpaceLikeWord95 or ein useWord97LineBreakRules funktioniert;

Mehr als 10% der Beispiele in der Spezifikation sind nicht XML-valide;

Es ist nicht garantiert, dass jeder eine Software schreiben kann, die vollständig die OOXML Spezifikation erfüllt, ohne sich einer Patentbedrohung und Lizenzverpflichtungen auszusetzen;

Die Spezifikation verletzt andere ISO Normen, wie zum Beispiel ISO 8601 (Darstellung von Datum und Uhrzeit), ISO 639 (Namen- und Landerkürzel) oder ISO/IEC 10118-3 (Kryptographischer Hash);

Es ist ein Fehler im Tabellenkalkulationsformat, welches ein Einfügen eines Datum vor dem Jahr 1900 unmöglich macht: diese Fehler betreffen sowohl die OOXML Spezifikation als auch Software-Produkte wie Microsoft Excel 2000, XP, 2003 oder 2007.

Die Norm wäre nicht aus der versammelten Erfahrung und Expertise von allen interessierten Kreisen (z.B. Produzenten, Verkäufer, Käufer, Nutzer und Regulierern) gespeist sondern nur durch Microsoft allein.

    Also nix wie los in die Petition eintragen. Sollen die Herr und Frau-Schaften in Redmond und Dublin doch sich ihren Schrott dahin stecken wo noch nie ein Stück Code geschrieben wurde. Bis jetzt haben immerhin schon 14.045 Leute sich in die Petition eingetragen (Stand 00.00 01.07.2007).

    Zensur-Protest zensiert

    Samstag 16 Juni. 2007 um 8:14 | Veröffentlicht in Community, Der ganz normale Wahnsinn, Dumme Welt, Zensur | Hinterlasse einen Kommentar

    Am dritten Tag der inzwischen Weltweiten Proteste gegen die Zensur bei Flickr, hat Flickr nun die Notbremse gezogen und sorgt dafür, dass nicht die ganze komplette Seite mit den interessantesten Fotos mit thinkflickrthink Bilder zugekachelt wird. Auf der einen Seite kann ich das ja verstehen, allerdings gewinne ich zunehmend den Eindruck, dass Flickr/Yahoo! gar kein Interesse daran haben diesen Zustand zu ändern. Was mich dazu bringt das zu denken?

    Diese Meldung bei heise, lässt tief blicken, wie es in den Gedärmen von Yahoo aussehen muss. Wenn Vorstand und Aktionäre der Meinung sind, dass Menschenrechte eh keiner braucht, vor allem wenn der hochheilige Profit dadurch gefährdet wird, ist es für mich ganz leicht vorstellbar, dass Flickr und Yahoo! keine Probleme damit haben kritische Beiträge ihrer Kunden zu zensieren, und willkürlich Inhalte und Bilder zu zensieren wenn die gesetzliche Situation in dem Land es angeblich fordert.

    Mehr Details dazu gibt es bei Alex Degenhardt.

    Das ganz große Problem ist für mich meine Leidenschaft für Pinguin Bilder die ich mit schöner Regelmäßigkeit veröffentliche, denn ohne Flickr fehlt mir eine wichtige Quelle für Pinguin Bilder. Leider habe ich nicht so viel Gelegenheit, eigentlich gar keine, mich in der südlichen Hemisphäre aufzuhalten um die Pinguin Bilder selber zu schießen deshalb bin ich leider auf Quellen wie Flickr angewiesen. Darum mein kleiner Aufruf:

    Wer Pinguin Bilder hat und diese unter einer der CC Lizenzen veröffentlichen kann und will, möge mir bitte ein Bild zukommen lassen an t h e z a p p i < a t > g m a i l . c o m. Ich werde die Fotolieferanten natürlich Namentlich erwähnen um mich auf diese Art und Weise bei ihnen zu bedanken. Und falls es erwünscht wird, werde ich auch keine Namen nennen.

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