Ärger mit der Postbank -UPADTE-

Donnerstag 6 Dezember. 2007 um 10:45 | Veröffentlicht in Alltag, Betrug, Datenschutz, Der ganz normale Wahnsinn, dumm gelaufen, Dumme Welt, Freundschaft, Hamburg, Norderstedt, Umgang, Unterwegs | 17 Kommentare
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Alle Namen geändert aber die original Unterlagen liegen mir vor:

Toby war Girokonto-Kunde bei der Postbank. Eines Tages erhielt Toby einen Verrechnungsscheck über 6000€ per Post und ging damit zu seiner Postbankfiliale in Norderstedt-Mitte, im Norden von Hamburg, um diesen dort zur Prüfung der Deckung und Gutschrift auf seinem Konto abzugeben. Die freundlichen Mitarbeiter vor Ort nahmen den Scheck entgegen und bearbeiteten ihn entsprechend. Als Toby eine Woche später das Geld immer noch nicht auf seinem Konto sehen konnte, fragte er im Onlinebanking-Portal schriftlich bei seiner Postbank an:
Hallo, ich habe vor rund einer Woche einen Scheck zur Verrechnung über 6000€ zur Gutschrift auf meinem Konto eingereicht. Leider ist das Geld nach wie vor nicht auf meinem Konto verbucht, bitte informieren sie mich wann ich über mein Geld verfügen kann.
Am nächsten Morgen die Überraschung, Tobis Konto war gesperrt und seine EC Karte wurde am Automaten eingezogen. Am Schalter erfuhr Toby das sein Konto gesperrt wurde, man aber nicht wisse warum. Toby solle sich bis zum nächsten Tag gedulden und dann wiederkommen. Als Toby am darauf folgenden Tag wieder am Schalter stand und fragte bekam er nur ein Schulterzucken und man meinte er solle warten bis er angeschrieben würde. Ziemlich sauer sagt Toby am Schalter dann, etwas lauter, sagen sie mir jetzt endlich warum sie mir mein Konto gesperrt haben!
Da kam ein netter Postbankmitarbeiter und bat Toby zur Seite: Ich darf ihnen das eigentlich gar nicht sagen aber ihr Konto ist gesperrt weil etwas mit dem Scheck nicht stimmt. Sofort ging Tobi zur Polizei und schilderte den Fall, dort nahm man sofort eine Anzeige auf und gab Tobi eine Bestätigung hiervon mit dem Hinweis das damit sein Konto in aller Regel wieder geöffnet würde; diese Bestätigung gab Tobi bei der Postbank ab und wurde wieder gebeten auf Post zu warten. 10 Tage und 5 weitere Besuche bei der Postbank später bekam Tobi dann endlich Post: Wir haben ihr Konto wegen Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverkehr gekündigt. Das war alles was in diesem Brief stand, mehr Informationen bekam Tobi auch die folgenden 4 Wochen nicht. Die Mitarbeiter der Postbank in der Filiale Norderstedt-Mitte waren genauso ratlos und voller Unverständnis (Denn Tobi war schon seit Jahren ein normaler und zuverlässiger Kunde der Postbank. Sein Dispo war nie ausgereizt oder überzogen und auch sonst gab es keine Beanstandungen seitens der Postbank.) wie Tobi, konnten ihm aber auch nicht helfen. Also musste Tobi bei einer anderen Bank ein neues Konto eröffnen…. aber ups, keine Bank wollte Tobi mehr ein Konto geben! Es hieß immer nur: Es tut uns leid, wenden sie sich bitte an die Postbank. Ein sehr guter Freund eröffnete dann schnell ein Konto für Tobi aber in der Zwischenzeit musste Tobi ja weiterhin seine Rechnungen bezahlen. Also ging Tobi zur Postbank und überwies seine Rechnungen per Bareinzahlung, wofür die Postbank 8€ Gebühr berechnet. Eine dieser Bareinzahlungen belief sich über 525€, Tobis Miete. Doch jetzt ging es wieder los; Tobis Mietzahlung kam beim Vermieterkonto nicht an? Zum Glück konnte Tobi die pünktliche Bareinzahlung seinem Vermieter Nachweisen, so das dieser keinen weiteren Ärger machte. Zurück bei der Postbank füllte man dort einen Nachforschungsantrag aus und meinte das sich das sehr schnell klären würde. In den folgenden 4 Wochen ging Tobi noch 9 mal zur Postbank um nichts zu Erfahren, er bekam auch keinerlei Schreiben oder Rückrufe von der Postbank. Da platze einem der freundlichen Mitarbeiter in der Filiale Norderstedt-Mitte der Kragen und er füllte für Tobi eine Reklamation / Beschwerde aus, die er direkt an die Postbank-Zentrale faxte. Einen Tag später bekam Tobi, nach nunmehr 32 Tagen, endlich einen Rückruf von einer Mitarbeiterin der Postbank in Hamburg. Es tut uns sehr leid Herr Tobi, wir wussten nicht wie wir sie erreichen können. Da ist Tobi laut geworden: Sind sie zu blöd zum Lesen? Auf dem Nachforschungsantrag steht meine Adresse und meine Telefonnummer! Es wurde leise am Telefon bis diese Dame sagte: Oh, das stimmt. Tobi fragte nun warum die Bareinzahlung nicht ausgeführt wurde bekam aber nur ein ich weiss es auch nicht als Antwort. Ich kann ihnen aber ihr Geld sofort zurück schicken, auf welches Konto bitte? Als Tobi ihr erklärte das er kein eigenes Konto mehr hat (Grund siehe Oben), meinte die Dame: Dann geht das nur per ZZV aber das kostet sie jeh 50€ satte 6,50€ Gebühr……. Also gab Tobi ihr eine Kontonummer eines Freundes um sein Geld wieder zu bekommen.

Soweit bis heute, mal sehn was da noch so kommt.

Euer geschmacksfrage

Nachtrag: Tobis Vermieter, die ihn seit 9 Jahren als sehr zuverlässigen Mieter schätzen und kennen riefen auch bei der Postbank an um bei der Klärung zu Helfen. Ihnen wurde, nachdem Tobi sein Geld auf das Konto seines Freundes überwiesen bekam am Telefon OHNE JEDE VERIFIZIERUNG der Person, erzählt das sie das Geld selbstverständlich auf ihr Mietkonto überwiesen bekommen. Nicht nur Tobi fragt sich wie die Postbank das jetzt machen will? Tobi hat sein Geld sofort von seinem Freund bekommen und hat es seinen Vermietern in bar gegeben. Wie die Postbank nun wieder dazu kommt, am Telefon einer ihr unbekannten Person eine solche Überweisung zu zu sagen, zumal sie das Geld einen Tag zuvor bereits auf Tobis Anweisung hin überwiesen haben, bleibt derzeit unbeantwortet  – Es tut uns leid, die zuständige Mitarbeiterin ist jetzt eine Woche im Urlaub– So die Aussage der Postbank!

Kfz Zulassungswillkür im Kreis Segeberg?

Freitag 21 September. 2007 um 21:51 | Veröffentlicht in Alltag, Der ganz normale Wahnsinn, dumm gelaufen, Dumme Welt, Lustiges, Norderstedt, Unterwegs, Versicherungen, wunderbare Welt | 1 Kommentar

Ab und zu kommt es im Leben vor das man ein Auto zulassen möchte. Also stellt man alles nötige an Dokumenten zusammen um das Auto der Wahl im eigenen Landkreis zulassen zu können. Was braucht man denn dafür so…. Kfz Brief, evtl. den alten Kfz Schein, TÜV & AU Bescheinigung, den Personalausweis und nicht zu guter letzt Geld und eine Bankverbindung. (Denn seit 01.05.2007 will das Finanzamt die dann fällige Kfz Steuer direkt vom Bankkonto abbuchen.) Ach und natürlich eine gültige Deckungskarte von der Kfz Versicherung, hätt ich doch fast vergessen. Also schnell den Versicherungsvertreter angerufen ob man die Deckungskarte abholen kann aber der lächelt am Telefon und sagt, das er sie schnell und fertig ausgefüllt per Fax rüber schickt. Und tatsächlich, knapp 40 Sekunden später rattert die Deckungskarte fix und fertig ausgefüllt aus dem Fax und man kann sich vollständig bewaffnet auf den Weg zur Zulassungsstelle (in diesem Fall die in der Oststrasse im hübschen Städtchen Norderstedt) machen. Ein fröhliches Liedchen auf den Lippen zieht man sich, gerade angekommen, eine Wartenummer auf das man bald aufgerufen wird und das Auto endlich auch eine Zulassung bekommt. „Ding Dong“ uhi das ging schnell, knapp 2 Stunden gewartet und schon dran :) wow…. 11 Wartende in 2 Stunden abgefertigt. Die wirklich freundliche Mitarbeiterin schnappt sich mit einem Lächeln die sorgsam mitgebrachten Dokumente und fängt fleissig an auf ihrer Tastatur die erforderlichen Daten einzugeben. Doch was ……. „Es tut mir leid aber ich darf eine gefaxte Deckungskarte nicht annehmen! „Ähhhmmm keine Info vorher am Telefon, kein Aushang in der Zulassungstelle oder im Warteraum, keine Info auf der Website. ? . ? . Also fragt man freundlich wo denn das Problem mit der gefaxten Deckungskarte sei und bekommt folgende IMHO etwas merkwürdige Antwort:“ Wir nehmen keine Fax-Deckungskarten an weil dabei die Wahrscheinlichkeit zu hoch ist, das diese manipuliert werden. Aber wenn sie mit einer Originalen oder Email Deckungskarte wiederkommen könnten, dann lasse ich ihr Kfz selbstverständlich zu.“ Uhi denkt man sich, da frag ich doch mal genauer nach:“ Email-Deckungskarte?… Also eine Deckungskarte per Email erhalten und dann ausgedruckt?“ Die immernoch freundliche Mitarbeiterin:“ Ja genau, da diese Kopie der Deckungskarte dann ja als PDF Dokument bei ihnen ankommt, ist sie fälschungssicher und wird von uns Akzeptiert.“ Am besten man erspart sich die dann fast zwangsläufigen Lachkrämpfe die zumindest bei mir sicher den Weg durch meine Lachmuskeln finden :D

Also fragt man freundlich ob das eine neue Arbeitsanweisung oder gar eine behördliche Anordnung sei …. aber vorsicht, folgende Antwort könnte einem das Lachen vermiesen: „Das ist nicht bei jeder Zulassungsstelle hier im Kreis so, einige nehmen auch gefaxte Deckungskarten an aber wir hier nur Originale oder die die sie per Email erhalten haben. Immerhin handelt es sich dabei um ein Dokument und wir wollen den Mißbrauch damit vorgreifen.“

Nach insgesamt 3 Stunden, wieder zu Hause angekommen und natürlich ohne Zulassung, ruft man dann doch ganz leicht genervt seinen Versicherungsvertreter an um ihm vom soeben erlebten zu erzählen. Völlig fassunglos und voller Unverständnis entschuldigt sich dieser und verspricht noch am Abend das ausgefüllte Original vorbei zu bringen. Er meinte noch das er in seinen 15 Jahren als Versicherungsmakler so eine „Willkür“ noch nicht erlebt hat und frage, als es langsam wieder lustig wurde…. „Du sag mal, seit wann kann man keine PDF mehr bearbeiten?“

Heute erlebt, euer geschmacksfrage

Polyethylenterephthalat <– Ein Fall für die „Grüne Tonne“?

Samstag 14 Juli. 2007 um 15:59 | Veröffentlicht in Der ganz normale Wahnsinn, dumm gelaufen, Dumme Welt, Haushalt, Norderstedt, wunderbare Welt | 5 Kommentare

Polyethylenterephthalat kurz PET ist nicht nur der Stoff aus dem die PET-Flaschen gemacht sind. Was wohl immernoch nicht Viele wissen, ist das gerade China in der Produktion von Bekleidungsstücken immer mehr auf diesen Kunststoff zurückgreift und z.B. Pullover komplett aus PET herstellen. Hierzu importieren die chinesischen Unternehmen unseren Wertstoffabfall, genauer gesagt die PET Flaschen die wir über diesen Abfall entsorgen. Die Flaschen werden nach Farbe sortiert, gewaschen, geschreddert und dann zu Garn verarbeitet aus dem die Bekleidung gewebt wird. Diese „PET“ Klamotten kaufen wir dann wiederum bei Klamottenläden wie Hannes & Mausi sowie anderen. Nun beschloss ich, das mein Hannes & Mausi Fleecepulli doch endlich entsorgt gehört und legte ihn zu den PET Flaschen in die „Grüne Tonne“. Davon war unsere Abfallentsorgungsgesellschaft der Stadt so gar nicht begeistert und weigerte sich die Tonne zu entleeren. Begründung: „Fremdstoffe in der Wertstofftonne – Bekleidung -„. Also rief ich bei dem Unternehmen an und versuchte dem armen Mann zu erklären warum ich den Pulli in die Wertstofftonne legte. Das der Pulli aus absolut dem selben Material bestand, wie die PET Flaschen wollte dieser mir nicht glauben und bestand darauf, das Bekleidung in die dafür vorgesehenen Altkleidercontainer gehört. Aber genau da bring ich den nicht hin… Denn bei uns stehen nur Altkleidercontainer die von Unternehmen entleert werden die massig Profit aus den gesammelten Bekleidungsstücken schlagen. Da man ja aber nicht immer nur bockig sein soll, wenn man etwas erreichen will ging ich wiefolgt vor:

Ich zündete den PET Pulli an und löschte ihn erst, als er zu einem ansehnlichen PET-Klumpen zusammengeschmolzen war. Diesen durfte ich dann (Ich habe es dem Abfallentsorgungsmitarbeiter gezeigt) selbstverständlich über die „Grüne Tonne“ entsorgen…….. Und wer weiss, vielleicht landet dieser Klumpen wertvollen PET`s ja wieder in China und die machen dann wieder einen Pulli draus… den darf dann aber ein Anderer entsorgen :D

Geschmacksfrage

Terror an deutscher Grund & Gesamtschule

Dienstag 19 Juni. 2007 um 11:08 | Veröffentlicht in Überwachung, Der ganz normale Wahnsinn, Hamburg, Meine Meinung!, Norderstedt, Satire, Schäuble, Stasi 2.0, Terrorismus, Welt Politik, wunderbare Welt | 6 Kommentare

Da denkt man, man ist in Deutschland sicher vor den Übergriffen der Terroristen aber weit gefehlt! Vor rund einer Stunde wurde die Grund & Gesamtschule Lütjenmoor in Norderstedt evakuiert…. Grund: Bombendrohung!
Diese schien den Leerkräften und örtlichen Behörden so ernsthaft, das sie sofort die gesamte Schule umgehend räumten und mit den Schülern in den naheliegenden Park flüchteten. Ob es denn nun eine echte Bombe oder ein Fake war, ist noch nicht bekannt aber Angst haben sie alle.

Ich kann mich an meine Schulzeit noch sehr gut erinnern und auch damals gab es immer mal wieder Bombendrohungen und wir mussten die Schule verlasssen… nur damals hatte niemand Angst und keiner redete von Terroristen…

Vielen Dank Herr SSchäuble und co, für das Sensibilisieren der Menschen…
Vielen Dank, das jetzt sogar die Leerer an einer kleinen, verschlafenen Schule in einem Vorort von Hamburg Angst vor Terroristen haben.

geschmacksfrage

Es war einmal…

Samstag 24 Juni. 2006 um 19:15 | Veröffentlicht in Afrika, Der ganz normale Wahnsinn, dumm gelaufen, Dumme Welt, Hartz IV, Linux, Namibia, Norderstedt, wunderbare Welt | 7 Kommentare

Hier bereite ich die Geschichte um Charity Network in Norderstedt und SchoolNet in Namibia vor allem für mich selber auf. Wen es interessiert, der kann es ruhig lesen, denn alles was hier steht, habe ich selber so erlebt, bzw. so empfunden.

Wer ist Walter Zielinsky?

Nun, Walter Zielinski ist der stellvertretende Schulleiter eines Gymnasium in Norderstedt, wo er als Lehrer unter anderen ein Schüler Projekt Namens Charity Network betreut.

Charity Network

Dieses Projekt hat sich zur Aufgabe gemacht gebrauchte PCs wieder aufzumöbeln und zum Selbstkostenpreis an gemeinnützige Organisationen wieder abzugeben. Woran an sich nichts Schlechtes ist. Zu ihren Kunden zählen Frauenhäuser, Altentagesstätten, Kindergärten etc. Sie liefern die Recher in ganz Deutschland aus und haben meines Wissens auch schon Rechner in das benachbarte Ausland gebracht. Ich selber hatte mal ein Gespräch mit den Leiter einer Altentagesstätte, und dieser zeigte sich sehr zufrieden mit den Rechnern von Charity Network.

SchoolNet Namibia

Vor einiger Zeit stöberte ich mal wieder im Linux Magzin rum, und las dort auch einen Beitrag über den Weltgipfel der Vereinten Nationen zur Informationsgesellschaft (United Nations World Summit on the Information Society). In dem auch einer kurzer Absatz über ein Projekt in Namibia berichtet worden ist.
Dieses Projekt wäre mir, wie soviele, gar nicht weiter aufgefallen, wenn dieses Projekt nicht mit von Schülern angeregten Comics für sich Werbung machen würde.
Die Rede ist hier von SchoolNet, die in Namibia Schulen mit Computern austatten. SchoolNet nimmt, ähnlich wie Charity Network in Norderstedt, gespendete Computer und möbelt sie wieder auf. Sie belassen es aber nicht bei der Erstversorgung, sie sorgen, unter anderen, auch dafür, dass Strom für die Computer vorhanden ist, und das auf jedenfall ein Internet Anschluss verfügbar ist.

Beides ist in einen Land wie Namibia nicht unbedingt selbsverständlich. Oftmals besitzen die Schulen keinen Anschluss an das Stromnetz und an das Telefon Netz. Im ersteren Fall setzt SchoolNet oft Solaranlagen ein, und der Internet Anschluss wird zum Teil auch über Richtfunkstrecken bewerkstelligt.

Für die Schulen halten sich die Kosten in überschaubaren Grenzen, denn sie bezahlen immer dieselbe Summe für die Austattung, unabhängig davon, wie es mit der Infrastruktur aussieht. Auch die Monatlichen Kosten für den Internet Anschluss halten sich für namibischen Verhältnisse im Rahmen, und kann von Schulen meist Problemlos aufgebracht werden.

Für SchoolNet ist nach dem Aufstellen der Computer noch lange nicht Feierabend. Die Lehrer werden danach noch mehrere Wochen ausgebildet, und für den technischen Support vor Ort wird auch gesorgt. Dafür hat sich SchoolNet was besonderes Einfallen lassen:

Kids on the Block

Sie holen sich Jugendlche von der Strasse und fragen sie ob sie Interesse an einer Ausbildung haben, und einen festen Job danach. Wenn die Jugendlichen einwilligen, werden diese 6 Monate ausgebildet, und nach erfolgreichen Abschluss übernehmen diese dann den Support an den Schulen vor Ort.

Der Anfang

Natürlich hat mich SchoolNet Namibia fasziniert, nicht nur weil sie auf Open Source Software setzen, sondern auch weil sie soviel Energie und Arbeit darin investieren.
Am selben Tag wurde ich von einen Freund darauf aufmerksam gemacht, das Charity Network auch Computer nach Namibia bringen will, und sogar schon sechs Stück in einer Schule in Windhoek aufgestellt hat. Allerdings ist auf diesen Computern Windows 2000 installiert, welches sich kaum bis gar nicht in das bestehende Netzwerk von SchoolNet integrieren lässt, und dazu auch noch den sehr rigiden Bestimmungen der MAR Lizenz von Microsoft unter liegt.

Ein Freund hat sich mal die Mühe gemacht den Inhalt der Lizenz zusammen zufassen:

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Microsoft Refurbisher Program

Lizenzbestimmungen für Microsoft Authorized Refurbisher.

Zusammenfassung:

  1. COA Zertifikate sind vom Refurbisher zusammen mit den M$ Lizenzen zu erwerben.
  2. COA Zertifikate sind an jeden abgegebenen Computer sichtbar anzubringen.
  3. Refurbisher haftet gegenüber M$ für sein Handeln und das Dritter (also unserer Kunden)
  4. Die im Vertrag beigefügte Spendenvereinbarung ist vom Kunden auszufüllen, zu unterzeichnen und dem Refurbisher zwecks Aufbewahrung zurückzusenden.
  5. Die Software-Datenträger dürfen vom Refurbisher nicht an seine Kunden abggegeben werden.
  6. Die Software wird vom Kunden wie „gesehen“ angenommen
  7. Pro Lizenz wird eine Verwaltungsgebühr vom Refurbisher an einen MAR-Administrator abgetreten.
  8. M$ leistet für bereitgestellte Produkte keinerlei Gewährleistung/Support oder ähnliches.
  9. Der Refurbisher muss die vollständig geführten Unterlagen bis ein (1) Jahr nach Beendigung des MAR Vertrages aufbewahren.
  10. M$ behält es sich vor, innerhalb der Vertragslaufzeit in den normalen Geschäftszeiten angekündigt oder unangekündigt eine Überprüfung unserer Unterlagen vorzunehmen.
  11. Wird eine 3%ige Abweichung festgestellt, erlischt der Vertrag mit sofortiger Wirkung und Der Refurbisher trägt die Prüfungskosten.
  12. M$ haftet für keinerlei Schäden oder ähnliches.
  13. Der Refurbisher verpflichtet sich und verbundene Unternehmen) in jeder Gerichtsverhandlung zu verteidigen.
  14. Es ist uns nicht gestattet, gegen Microsoft zu klagen.
  15. Der Refurbisher haben alles gesetzlich Mögliche daran zu tun, dass unsere Kunden dies ebenfalls nicht tun.
  16. Support ist vom Lizenzpartner zu leisten, wenn überhaupt.
  17. Eine Kündigung erfolgt schriftlich mit 30 Tagen Frist ohne Angabe von Gründen.
  18. Nach Beendigung des Vertrages (auf welchem Weg auch immer: Nichtverlängerung, Aufkündigung, Vertragsbruch) gelten weiterhin die Bestimmungen aus den Punkten 3-15 (hier ab Punkt 5).

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Tolle Lizenz, wer so etwas unterschreibt hat definitiv selber Schuld.

Da mich natürlich interessierte wieso man bei Charity Network denn unbedingt Windows auf den Computern für die Schulen in Namibia einsetzen wolle, habe ich einfach eine E-Mail an Charity Network geschrieben, die Wie folgt lautete:

——————————–

Hallo,
nette Sachen die Ihr da macht.
Allerdings kann ich eins nicht verstehen:

Bei den Projekt PCs nach Namibia, soll Microsoft Windows 2000 mit dabei sein?

Ich dachte Ihr wollt denen und Ihrer Wirtschaft nachhaltig helfen.
Die Microsoft Lizenzen kosten Geld, die im Nachhinein dazu führen würden,
dass das hart erarbeitete Kapital dann doch wieder in die Westlichen Länder fließt.
Ist das beabsichtigt, oder nur nicht berücksichtigt?

Wäre denn den Namibischen Schulen und den Schülern nicht viel eher geholfen,
wenn sie Open Source Produkte einsetzen würden?

Meiner bescheidenen Meinung nach, wäre denen mit Open Source Produkten
und den daraus resultierenden Erfahrungen mehr geholfen, als mit im nach hinein
teuren Microsoft Lizenzen. Meines Wissens wird Microsoft die Unterstützung für
Win2000 auch nicht mehr lange liefern.

Im Handling unterscheiden sich Open Source Software von denen von Microsoft
kaum,erst recht Anfänger wird es recht herzlich egal sein, ob sie nun vor einer
MS oder einer Linux Box sitzen. Die ersten Schritte sind so schon schwer genug.
Und wenn man mal Open Office und MS Office nebeneinander hält, stellt man auch
nur fest das in großen Bereichen die Benutzung gleich ist.

Wäre es nicht viel Sinnhaltiger sich dann mit solchen Projekten wie diesen hier
zusammen zu tun: http://www.schoolnet.na/

Die kennen die Gegebenheiten und auch die Menschen vor Ort doch recht gut
und haben schon wohl reichlich Erfahrung damit Namibische Schulen aus zu statten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Edwards

—————————–

Und es kam auch prompt eine Antwort zurück:

—————————–

Lieber Herr Edwards,

vielen Dank für Ihr interessantes und kritisches Schreiben. Viele Ihrer kritischen
Überlegungen haben auch wir in ausführlichen Analysephasen überdacht,
denn auch hier ist der kritische Geist keineswegs unbekannt. Als Projektleiter war mir,
wie allen meinen SchülerInnen (die Arbeitssuchenden kamen erst später hinzu) diese
Problematik durchaus bekannt. Wir wissen aber auch, dass nur ca 7% der
deutschen PC-Gemeinde die Open Source Software nutzt. Das waren zunächst
unsere einzigen potenziellen Abnehmer.
Ausländische Abnehmer tauchten in unseren anfänglichen Kalkulationen nie auf.

Uns ging es um das Helfen und um das Prinzip der Nachhaltigkeit. Wir können
praktisch aufgrund dieser zentralen Tatsache nur einem 7%-Anteil unseren
Projektansatz anbieten. An diesem Punkt mussten wir uns entscheiden, und
das Verhältnis 7% zu 93% war entscheidungsrelevant. Hinzu kam die sehr erfreuliche
Zusage von Microsoft, uns für diesen gemeinnützigen Projektansatz eine besondere
Lizenzkondition ($5) zu bieten.

Windows 2000 Professional wird zudem noch über mehrere Jahre lieferbar
sein. Als Nachfolger steht auch schon XP in der Vorbereitung für unseren
Projektansatz.

Mit den örtlichen namibischen Schulen ist zudem das Prinzip
abgesprochen; sie wünschen diese Konfiguration.

Unser Fazit: Dies ist konkrete Hilfe auf der Basis der Nachhaltigkeit
und kein westlich-imperialistischer Ausbeutungsansatz; dies ist auch
nicht westliche Entwicklungshilfe mit dem angeblich überlegenen Knowhow
europäisch geprägter Wirtschaftsmissionare.

Tatsache bleibt, dass in der konkreten Anwendung der beiden Systeme
keine außerordentlichen und unüberwindbaren Unterschiede vorliegen.
Hier stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.

Tatsache bleibt aber auch, dass auch in Namibia nur ein verschwindend
kleiner Teil der PC-Community für Linux votiert.

Vielleicht habe ich Ihnen hiermit unser Konzept etwas besser erklären können.

Mit den besten Grüßen

Walter Zielinski

————————————

Nach dieser Antwort platzte mir mittelschwer der Kragen, meine erster Gedanke war: Hält der mich für Blöde?
Und mein nächster Gedanke war, dieser Schüler* kriegt jetzt eine Antwort die sich gewaschen hat:

*Ich ging damals noch davon aus, dass diese blöde Antwort nur von einen Schüler kommen konnte.

————————————

> Lieber Herr Edwards,
>
> vielen Dank für Ihr interessantes und kritisches Schreiben. Viele
> Ihrer kritischen
> Überlegungen haben auch wir in ausführlichen Analysephasen überdacht,
> denn auch hier
> ist der kritische Geist keineswegs unbekannt. Als Projektleiter war
> mir, wie allen meinen
> SchülerInnen (die Arbeitssuchenden kamen erst später hinzu) diese
> Problematik durchaus bekannt.
> Wir wissen aber auch, dass nur ca 7% der deutschen PC-Gemeinde
> die Open Source Software nutzt.

Es wird erheblich mehr Open Source Software benutzt, es gibt jede Menge
Programme, die unter Windows benutzt werden, die Open Source sind. Ohne
Open Source Software könnten wir keine Email verschicken, und die URLs
wären im Browser umständlich als Zahlenkolonnen einzugeben.

> Das waren zunächst unsere einzigen potenziellen Abnehmer.
> Ausländische Abnehmer tauchten in unseren anfänglichen Kalkulationen nie auf.
> Uns ging es um das Helfen und um das Prinzip der Nachhaltigkeit.
> Wir können praktisch aufgrund dieser zentralen Tatsache nur einem
> 7%-Anteil unseren
> Projektansatz anbieten. An diesem Punkt mussten wir uns entscheiden,
> und das Verhältnis 7% zu 93% war entscheidungsrelevant.

Warum?
Es gibt immer noch den Weg der Alternative, man kann z.B. eine fertig
konfigurierte InstallationsCD, oder LiveCD mit hin zu packen, und den Abnehmer dann selbst entscheiden lassen was er dann als das Betriebssystem seiner Wahl nimmt, grade im Enterprise Bereich und auch in großen Unternehmen wird immer weniger Microsoft eingesetzt, und das hat am allerweingsten Kosten Gründe. Denn die Kosten werden die ersten 5 Jahre höher sein als bei Microsoft Systemen, der Spareffeckt kommt erst danach zum Tragen, dieser ist dann allerdings sehr nachhaltig.
Da zu diesen Zeitpunkt (wohl) alle Missioncritical Anwendungen an das neue Paradigma angepasst ist, kann man, da der Quellcode offen liegt, die Programme sehr schnell und günstig anpassen, bzw. anpassen lassen.

> Hinzu kam die sehr erfreuliche Zusage von Microsoft,
> uns für diesen gemeinnützigen Projektansatz eine besondere
> Lizenzkondition ($5) zu bieten.

Sorry,
aber Microsoft ist definitiv nicht als freundliches Unternehmen bekannt, ich habe schon ein Unternehmen an Lizenzkosten zu Grunde gehen sehen, MUS in Wandsbek.

Das sind dann also 5$ für das nackte win2000, was ist mit Office, was kostet das MsOffice Paket, die Schulen werden Datenbanken benötigen, Access ist schlecht und kostet Geld, MsSQL ist auch recht resourcenungrig und teuer. Dann wollen die doch bestimmt mal miteinander Emails austauschen, und sonstige Kommunikation via Netmeeting oder ein eigenes MSN Network,dafür braucht man dann noch den Exchange Server, der richtig Geld kostet.

Damit das Ganze dann auch noch Wartbar ist, brauch man zig kleiner Tools, sei es für Backups, sei es für Automation, die es für MS Produkte nicht umsonst gibt. Die Klients sind definitiv das kleinere Problem. Das einzige Problem was die haben werden, sind Würmer, Trojaner, und immer währende Angriffe von Aussen auf das Interne Netzwerk.
Das bedeutet für mich nichts anderes wie einen erheblichen Wartungsaufwand bei den Clients, den man mit einer Terminal Server Lösung vermeiden könnte, aber der MS Terminal Server läuft schon auf aktueller Hardware erschreckend langsam (selbst getestet 2000/2003).

> Windows 2000 Professional wird zudem noch über mehrere Jahre lieferbar
> sein. Als Nachfolger steht auch schon XP in der Vorbereitung für
> unseren Projektansatz.

Wenn es denn auf der meist älteren Hardware einigermaßen läuft.

> Mit den örtlichen namibischen Schulen ist zudem das Prinzip
> abgesprochen; sie wünschen
> diese Konfiguration.

Mag sein, aber wieviel Kompetenz gibt es an diesen Schulen?
Man brauch sich doch nur unsere Schulen anschauen, IT mäßig geht da absolut nichts.

> Unser Fazit: Dies ist konkrete Hilfe auf der Basis der Nachhaltigkeit
> und kein westlich-imperialistischer Ausbeutungsansatz; dies ist auch
> nicht westliche Entwicklungshilfe mit dem angeblich überlegenen
> Knowhow europäisch geprägter Wirtschaftsmissionare.

Genau so kommt mir das eben nicht vor.
MS hat da eine riesige Cashcow gwittert als ihr an sie rangetreten seid, und grade jetzt mit dem Namibia Deal. „Wir fixen sie mit billigen Win 2000 Lizenzen an, und nachher werden sie dann auch den teuren Krams bei uns kaufen“ sind die Gedanken des Managment.
Microsoft ist nicht ohne Grund mehr als einmal rechtkräftig verurteilt worden wegen Monopol Missbrauchs.

> Tatsache bleibt, dass in der konkreten Anwendung der beiden Systeme
> keine außerordentlichen
> und unüberwindbaren Unterschiede vorliegen. Hier stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu.

Da sind wir uns ja einig. :)

> Tatsache bleibt aber auch, dass auch in Namibia nur ein verschwindend
> kleiner Teil der PC-Community für Linux votiert.

Kann ich zu dieser Behauptung auch eine Quelle haben?

Mal ganz im Ernst:
Warum votieren so viele für MS und so wenige für Linux?
Die Antwort ist recht einfach:
Die Meisten haben einfach nur Angst, ihre Lieblings Anwendung nicht mehr geht oder die Alternative anders aussieht (unabhängig davon ob die Alternative nun besser oder schlechter ist), und, natürlich das aller Wichtigste, das Spiel XYZ mit Linux nicht geht.
Die meisten User nehmen es lieber hin das Ihr Rechner die meiste Zeit als Spam Maschine benutzt wird, und die persönlichen Daten zu 7 Cent pro Datensatz verhökert wird, bis sie dann nach drei Monaten die Platte formatieren und das Ganze Drama von vorne Anfängt.

> Vielleicht habe ich Ihnen hiermit unser Konzept etwas besser erklären können.

Aber wirklich verstanden habe ich es immer noch nicht.

> Mit den besten Grüßen
> Walter Zielinski
>
Mit besten Grüßen

Michael Edwards

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Da ich aber der Überzeugung war, dass eine derartig bornierte Einstellung nicht nur mich angeht, habe ich die Mail auch an SchoolNet Namibia geschickt. Es hat einige Tage gedauert und ich begann schon zu denken, dass das den Leuten von SchoolNet wohl nicht so wichtg ist, da kam eine Antwort an Walter Zielinski, die direkt von den Direktor von SchoolNet, Joris Komen, kam, die auch an mich weitergeleitet wurde.

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Hi Walter

I am having a particularly bad hair day today. Based on information at your web site and following up on some correspondence to a Linux User group in Germany wherein you recently stated, :

Mit den örtlichen namibischen Schulen ist zudem das Prinzip
abgesprochen; sie wünschen diese Konfiguration.

Unser Fazit: Dies ist konkrete Hilfe auf der Basis der Nachhaltigkeit
und kein westlich-imperialistischer Ausbeutungsansatz; dies ist auch
nicht westliche Entwicklungshilfe mit dem angeblich überlegenen Knowhow
europäisch geprägter Wirtschaftsmissionare.

Tatsache bleibt aber auch, dass auch in Namibia nur ein verschwindend
kleiner Teil der PC-Community für Linux votiert.

I find that your response is very typical of the many highly patronising first world bleedin‘ heart drop ’n run brigade that Namibia has had to deal with these past years – we spend an enormous amount of time repairing the damage done by first world organisations dropping boxes, providing some symbolic short term support and then buggering off before things really start falling apart !

Firstly, may I advise that you pay particular attention to the framework within which Namibia’s Ministry of Education encourages direct engagement by foreign philanthropists with LOCAL ICT deployment experts based in Namibia – run by Namibians for Namibians! To presume that your proposal for Namibia, without the consent of the ICT for Education Steering Committee, is „concrete help“ is utter codswallop – in this regard I have directed my concerns to the relevant Ministry officials to deal with. We are happy to accommodate second hand computers donated by well meaning german citizens through Lions and Rotaries and their ilk, but under somewhat more stringent long-term cost of ownership models of support and service over three to five years.

Secondly, your insinuation that schools in Namibia have an express wish for M$FT WINDOZ 2000 configurations is either something you’ve picked up from M$FT persona directly, or it is a delusional projection of your purported adequacy as a German Charity! You’ve got this all wrong – Schools in Namibia are GRATEFUL for ANY computers, IRRESPECTIVE of operating system, CONDITIONAL on there being a guaranteed and appropriate service to support these technologies at such schools.

FInally, your suggestion that Gnu/Linux accounts for only a tiny fragment of the ICT community use in Namibia is completely incorrect, if not misrepresentation of the facts – only 33 schools in Namibia (mostly priviledged, private schools) use M$FT solutions by way of legacy – in excess of 340 schools (mostly underserved, underpriviledged disadvantaged schools) use SchoolNet’s Free and Open Source (FOSS) solution called OpenLab. Please be advised that this collective educational community of some 200,000 users are very pleased with these ICT resources, for simple reason that it is bundled with carefully considered and hugely affordable long-term service support, training, repairs and maintenance country wide, and coupled with affordable flat-rate 24/7 internet access….

Suggest you have a thorough look at SchoolNet Namibia’s website, and read some of my articulations at my BLOG

tatejoris.blogspot.com

before you take any further UNILATERAL steps in delivering second hand computers with costly and unserviceable Windoz solutions to schools in Namibia, which may result in some possibly very painful international media attention to your German Charity.

TX

Joris Komen
Director SchoolNet Namibia

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Mit den Ergebnissen des Mail Verkehrs hab ich mich dann an meine Freunde in meiner LUG gewendet, diese waren dann der Meinung, dass wir das doch ein bisschen aufbauen sollten, und fingen an einen offenen Brief zu entwerfen, der dann an einige Zeitungen Zeitschriften und TV-Stationen geschickt worden war.

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Offener Brief
27.Januar 2006

Bezgl. Ihres Projektes „PCs nach Namibia“
Vorhergehender Schriftwechsel mit Joris Komen, Namibia

Guten Tag Herr Zielinski,

Wir begrüßen Ihr Projekt „Charity Network“ sehr, in dessen Zuge Sie auch einige Arbeitsplätze schaffen, Sie bieten damit Ihren Schülern eine Erfahrung, die in ihrem späteren Berufsleben doch sehr wertvoll sein kann.

Allerdings sind uns ein paar Ungereimtheiten
zum Projekt „PCs nach Namibia“ aufgefallen:

Bei diesen Projekt wollen Sie mittelfristig eine größere Zahl wieder aufbereiteter Computer nach Namibia bringen und dortigen Schulen zu Ausbildungszwecken zur Verfügung stellen.
Das liest sich im ersten Augenblick recht gut. Aber nach einigen uns vorliegenden Informationen, sind die Computer in der angestrebten Form nicht so willkommen wie es scheint.

In Namibia gibt es seit 1999 ein Projekt SchoolNet, um die Schulen Namibias mit Computern für die Ausbildung zu versorgen. Dieses Projekt bietet den Schulen einen langfristigen Support für Hard- und Software, stellt ein bezahlbaren 24/7 Internet Zugang für die Schulen zur Verfügung, liefert ebenfalls eine an namibische Verhältnisse angepasste Software, die den Schulen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, da sie auf freier Software basieren und sorgt sogar für Solarzellen, falls es mit der Stromversorgung nicht so sein sollte.
Dieses Projekt baut Komplett auf freier Software auf, und benutzt eine Linux Distribution, OpenLab, die extra für die Schulen in Namibia in’s Leben gerufen wurde und vom dortigen Schulministerium gewünscht und unterstützt wird.
Sie hingegen wollen die Computer mit einen vorinstallierten Windows ausliefern, welches sich nicht in die schon bestehende Software Landschaft integrieren lässt und bei dem nach zwei Wochen der Support endet.

Wenn dann ungeschickter Weise, auf einem der Computer das Betriebssystem neu installiert werden muss (was bei Windows ja nicht unüblich ist), stehen die InstallationsCDs nichteinmal zur Verfügung, da sie laut Ihren (MAR) Vertrag die CDs nicht bei den Endkunden lassen dürfen; eine Windows 2000 Lizenz im Nachkauf werden die Schulen bestimmt nicht für 5,00 USD das Stück bekommen.

Hinzu kommt, dass Sie wahrscheinlich einer völligen Projektion von deutschen Verhältnissen auf Namibia unterliegen, wenn Sie glauben, dass in Namibia wie hier im Bildungswesen überwiegend Microsoft Produkte verwendet werden.
In Namibia verwenden nur 33 Schulen (von ca. 1500) Software von Microsoft,
das sind Überwiegend private Schulen und Schulen in besseren Gegenden.
Hingegen versorgt SchoolNet schon über 340 Schulen, die Überwiegend in den ärmeren Gegenden zu finden sind, und die Zahl ist ständig steigend.

Wir haben nichts dagegen und die Initiatoren und Unterstützer von SchoolNet mit Sicherheit auch nicht, dass Sie diese Computer nach Namibia bringen wollen, nur wollen wir vermeiden das mit einseitigen Aktionen mehr Schaden als Nutzen angerichtet wird. Was in der Vergangenheit in Namibia leider schon oft der Fall war.

Diesbezüglich würden wir es sehr begrüßen, wenn Sie sich zu den Ungereimtheiten äußern würden und hoffen bald von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

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Auf diesen offenen Brief erfolgte drei Tage später ein Interviewtermin bei einen lokalen TV Sender, wo dann auch beide Seiten zu Wort kamen. Auf der einen Seite ich, ohne Kamera Erfahrung und ansonsten auch das Licht der Öffentlichkeit scheuend, und auf der anderen Seite ein Walter Zielinski.
Hier nun der von Charity Network abgeschriebene TV Beitrag:

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Moderator:
„In einem Container auf dem Gelände des Lessing-Gymnasiums werden ausrangierte Computer wieder fit gemacht.
Charity Network heißt dieses Projekt von Schülern und Arbeitssuchenden und die Computer gehen an soziale Einrichtungen und sogar bis nach Afrika. Doch genau gegen diese Computer wurde jetzt Kritik laut. Die hätten nämlich, so die Linux Usergroup Norderstedt, das falsche Betriebssystem.“

Sprecher:
„Namibia: Das ehemalige Südwestafrika ist heute ein so genanntes Schwellenland. Von der Fläche fast dreimal so groß, wie die Bundesrepublik, mit allerdings nur zwei Millionen Einwohnern. Die meisten davon in der Hauptstadt Windhuk. Noch immer gibt es Spuren deutscher Kolonialzeit: 32 Prozent der Bevölkerung spricht deutsch. Computer für Namibia ist eine Idee des Lions-Clubs.“

Klaus Pütz (Lions-Club):
„Der Lions-Club Norderstedt hat Verbindungen zu dem Lions-Club in Namibia, in Windhuk: Es ist der Lions-Club ???Alte Feste“. Und dort ist aufgrund dessen, dass also Charity Network existiert, die Idee mal aufgekommen, PCs nach Namibia zu liefern.“

Sprecher:
„In einem offenen Brief kritisiert die Linux Usergroup Norderstedt den Einsatz von Windows als Betriebssystem. Afrikanische Schulen würden sich so in eine Abhängigkeit des Weltmarktführers Microsoft begeben.“

Michael Edwards (Linux Usergroup Norderstedt):
„Das Problem, was in meinen Augen bei Charity Network aufgetreten ist, sie haben einfach die Verhältnisse, die hier in Deutschland sind, auf Namibia projiziert. Und auch gar nicht mehr nachgeforscht, ob da nicht vielleicht noch wirklich was anderes hinter steckt.“

Walter Zielinski (Charity Network):
„Wir haben am Anfang angefangen und wollten mit Linux arbeiten. Wir mussten feststellen, dass die Zahl derjenigen, die Linux nutzt, so gering ist am Markt, dass es sich nicht lohnen würde für uns, wir hatten eine Zahl von etwa sieben Prozent, sich nicht lohnen würde mit diesem Ansatz dann zu arbeiten.“

Sprecher:
„Das Projekt Charity Network war ursprünglich auf den regionalen oder deutschen Markt aufgerichtet, der von Microsoft dominiert wird. Computer für Namibia kamen jetzt neu hinzu. Im November letzten Jahres wurden die ersten sechs Geräte aus Norderstedt übergeben – Darüber berichtete auch die namibische Presse.“
Klaus Pütz (Lions-Club):
„Die Schule liegt am Rande von Windhuk. Unmittelbar neben einem so genannten „Township“, wo also die Ärmsten der Armen wohnen und neben diesem „Township“ haben sich jetzt auch Slums ausgebildet, was ein Problem ist für Windhuk. Das ist eine staatliche Schule, die genau diese Kinder dort unterrichten.“

Sprecher:
„Die Norderstedter Linux-Gruppe rechnet vor, dass Windows-PCs auf Dauer teurer sind als offene Betriebssysteme, auch dann, wenn wie bei Charity Network, besonders günstige Konditionen mit Microsoft ausgehandelt wurden.“

Walter Zielinski (Charity Network):
„Wir bekommen für fünf Dollar eine Lizenz, eine vollständige Lizenz, und zwar für Windows 2000 Professional oder auch für 98 und wir werden wahrscheinlich in Zukunft auch noch eine Lizenz bekommen für XP.“

Michael Edwards (Linux Usergroup Norderstedt):
„Es ist wirklich so, dass Microsoft die Leute, wie soll man es so schön sagen, am ???Gängelband“ hat – Die Kunden, die gehören denen. Auf Deutsch gesagt: Dein „Arsch“ gehört dir, wenn du meine Software benutzt. Ich kann mit dir machen, was du willst. Du hast keine Chance zu entkommen.“

Sprecher:
„So sehen das auch andere Linux-Freunde. Von 400 Gruppen in Deutschland haben innerhalb weniger Tage fast 300 sich mit den Norderstedtern solidarisch erklärt. Fragen, ob Microsoft sich finanziell beteiligt und halten das Projekt mit Windows-PCs für fragwürdig.“

Klaus Pütz (Lions-Club):
„Ich hab mir darüber überhaupt keine Gedanken drüber gemacht, denn uns geht’s darum, funktionsfähige PCs nach Namibia zu bringen, denn die Schulen haben uns das klar gesagt, auch bei der Übergabe der Schulleiter und auch die Lions-Freunde, man möchte keinen Computerschrott nach Namibia bekommen und das ist durch das Projekt Charity Network gewährleistet.“

Walter Zielinski (Charity Network):
„Nach unserem Kenntnisstand wollten sie Windows haben, weil dort offensichtlich die Linux-Gemeinde genauso klein ist, wie bei uns und dem entsprechend haben wir unsere so genannten Kunden bedient. Wir können denen schlecht ein Programm anbieten, was sie nicht haben wollen.“

Michael Edwards (Linux Usergroup Norderstedt):
„Man könnte ja alternativ anbieten, man könnte sagen: Pass mal auf, wir spielen da Windows drauf, da die meisten Windows haben wollen. Man kann aber auch zum Beispiel „Knoppix“ oder „Kanotix“, das sind Live-CDs, die booten von der CD, kann man hochfahren, mit arbeiten, CD wieder raus, Festplatte ist nicht angerührt worden, die Daten sind genau die selben.“

Sprecher:
„Denn, wer sich ausschließlich auf Microsoft verlasse, der müsse später auch den teuren Microsoft-Service bezahlen. Das weist Charity Network zurück. Microsoft habe beim persönlichen Gespräch in London kostenlose Unterstützung zugesichert.“

Walter Zielinski (Charity Network):
„Microsoft hat in Windhuk in Namibia – in der Hauptstadt – ein Drei-Mann-Team und die würden uns auch den entsprechenden Service liefern. Das heißt, eine dortige Schule muss nicht, wie es eine deutsche Schule machen muss, wenn es Probleme gäbe, müsste nicht eine neue Lizenz kaufen, müsste nicht eine CD kaufen, sondern die würden vor Ort den Service dort leisten.“

Michael Edwards (Linux Usergroup Norderstedt):
„Mit Verlaub: 150 Schulen mit drei Leuten warten, in einem Land, das 2,5x so groß ist wie Deutschland, niemals. Die sind Tag und Nacht unterwegs und die brauchen Hubschrauber.“

Sprecher:
„Die Linux-Gruppe fordert Charity Network auf, sich mit der namibischen Projektgruppe SchoolNet auszutauschen. Die bauen PCs komplett mit freier Software auf und werden vom dortigen Schulministerium unterstützt.“

Walter Zielinski (Charity Network):
„Wenn es so wäre, dass am namibischen Markt eine größere Community da wäre, die auf Linux einsteigt, kann man es sich das immer noch überlegen. Wir sind nicht ideologisch festgelegt auf etwas, wenn man uns beweisen kann, dass es ein besseres Konzept gibt. Dann denken wir nach und entscheiden uns vielleicht anders.“

Michael Edwards (Linux Usergroup Norderstedt):
„Ich bin kein Evangelist, ich renn nicht mit dem Linux-Pinguin durch die Gegend und sag: Ihr müsst jetzt alle Linux installieren. Das ist nicht mein Ziel, nie meine Intention gewesen. Ich und auch die LUG Norderstedt, alle Mitglieder, sind bereit Charity Network zu helfen, wo wir können.“

Sprecher:
„Zu einem persönlichen Gespräch hat Charity Network die Norderstedter Linux-Freunde herzlich eingeladen. Denn das Projekt, das in Deutschland Arbeitsplätze schafft und Hilfe in Namibia leistet wird grundsätzlich auch von Linux-Nutzern begrüßt.“

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Es verging darauf hin einige Zeit, ohne das sich was tat, Charity Network meldete sich nicht bei uns, Nach zwei Wochen entschlossen wir uns Herrn Zielinski eine E-Mail zukammen zu lassen, an denen wir ein paar mögliche Termine eingetragen hatten, die für uns machbar sind. Die Antwort kam dann doch sehr schnell.

Der Abend im Container.

Um 19.°° Uhr wollten wir uns im Container von Charity Network mit Walter Zielinski treffen. Bei diesen Treffen waren auch die beiden damaligen Vorsitzenden der unserer LUG mit dabei. Wir gingen in den Container und trafen dort auch schon einige Mitarbeiter von Charity Network an, alles Schüler bis auf einen Ein-Euro-Jobber.
Kurz danach traf Walter Zielinski ein und die Gespräche konnten beginnen. Viel kam allerdings nicht heraus, nach anfänglicher Abwehr von einen MSCE in den Reihen von Charity Network, wurde dann sehr schnell auf unsere Vorschläge eingegangen. Für mich war wichtig, dass wir die Schnittstelle zwischen SchoolNet und Charity Network darstellen sollten, und die Kontakte in beiden Richtungen zu pflegen. Da ich in letzter Zeit doch recht häufig E-Mails mit Joris Komen ausgetauscht hatte, kann man behaupten, dass wir inzwischen ein gutes Verhältnis mit Joris Komen hatten.
Weiterhin wurde an den Abend festgemacht, dass die LUG in dem Container eine brauchbare Firewall installiert, da das Netzwerk zu der Zeit ungeschützt war.

Am selben Abend habe ich gleich eine E-Mail nach Namibia geschickt, dass die Gespräche ein voller Erfolg waren, und Charity Network bereit sei auf die Wünsche von SchoolNet ein zu gehen.
Ich konnte falscher nicht liegen, dass komische Gefühl was ich in meinen Bauch hatte, schien sich später zu bestätigen.

Walter Zielinski behauptete im Laufe der darauf folgenden Woche eine E-Mail an Joris Komen geschickt zu haben, auf die er keine Antwort bekam. Er schrieb mich an, was da los sei, worauf ich dann eine E-Mail an Joris Komen schickte, warum er der Mail nicht antwortete. Joris schrieb, dass er die Mail nicht gekriegt hatte.
Soweit su gut, das kann vorkommen. Ich bat also Walter Zielinski ihm die Mail nochmal zukommen zu lassen. Joris schrieb wieder, er habe die Mail nicht gekriegt.
Zwei mal eine Mail mit identischen Inhalt nicht kriegen, ist dann allerdings schon komisch. Ich habs dann aber nicht aufgegeben, und Walter gebeten die Mail nochmal ab zu schicken.
Diesmal kam die Mail an, und die Antwort von Joris Komen folgte dann auch prompt:

————————————

Hi Walter

This is the first human mail I have ever received from you – there was an automated non-human reply from your web site previously.

On Feb 10, 2006, at 17:37, Walter.Zielinski wrote:

> Dear Mr Komen,
>
> I recently sent you an eMail but haven´t received any answer regarding
> our future plans of giving free computers (in cooperation with our German
> and Namibian LIONS organisations) to Namibian state schools.

Any future plans you may have in delivering „free“ computers to schools in Namibia must be approved by the ICT for Education steering committee hosted by the Ministry of Education.

It is highly likely that we have a somewhat different view of what is
„free“ :-).

> These computers include monitors etc plus Windows 2000 Professional licences according
> to the MAR-Programme.

What is the „MAR-Programme“ ??? I have not heard of this – it must be a completely idiotic programme if it suggests deploying proprietary software which is SIX years out of date !!!

> 6 computers have already been officially imported to a Windhuk state school.

The Lions Windhoek group – notable Mr Springer – have had a nice meeting with us, and have asked that the principal of this school approach us for support and training. We have indicated our concern for, and commitment to, this school, conditional on this school migrating from Microsoft to our own well-supported and trainable OpenLab solution (please visit http://www.getopenlab.com). Such support and training would be offered as part of our normal service level agreement with schools throughout Namibia.

> Can we somehow be linked to the Namibian schoolnet system ?

Certainly –

Conditional on you avoiding any major costs of refurbishment in Germany.

Firstly, we shall expect that you remove all hard-drives from (our minimum standard) branded tier-one (eg Compaq, IBM) tested Pentium IIIs and IVs,

Secondly, have these functional pentiums shipped in volumes of at least 500 – 1000 at a time, without keyboards, mice or monitors, to our workshops in Namibia (we currently have a projected need of 10000 – 12000 PCs per annum for the next three years!)

Thirdly, put aside four euros per Pentium in a trust fund of your choice, to ensure funds to cover our cost of eventual disposal by
shipping these PCs back to you after a 3-5 year life in schools in Namibia.

Over to you.

Kind regards

Joris Komen
Director SchoolNet Namibia

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Allerdings hat diese Mail auch gut eine Woche gebraucht bis sie beim Empfänger ankam. Das viel aber erst dadurch auf, dass ich, ich war wie üblich im CC von der Mail, Joris fragte ob er denn schon Antwort gekriegt hatte, was er verneinte. Darauf hin bat ich Joris die Mail nochmal zu versenden. Walter meinte er hätte sie wieder nicht gekriegt. Dann habe ich selber die Mail weitergeleitet.

In der Mail die Walter Zielinski an Joris Komen sandte , gibt dieser Mensch genau das wieder, was wir mit ihm eigentlich im Vorwege schon geklärt hatten.
Wenn man bedenkt das wir vorher Wochen lang Aufklärungsarbeit geleistet haben, ich selber habe eine Infomappe erarbeitet über die Arbeit von SchoolNet in Namibia angefertigt, wo auch Stimmen von anderen zu Worte kommen wie, zum Beispiel, ein Mitarbeiter von Interteam in der Schweiz.
Sollte das alles bei Walter Zielinski überhaupt keine Wirkung gezeigt haben?

*Interteam ist ein gemeinnütziges Unternehmen, die Mitarbeiter in viele Länder dieser Welt schicken, um bei sinnvollen Entwicklungshilfe Projekten mit zu helfen. Unter anderen haben sie ständig zwei Mitarbeiter bei SchoolNet, die in ihren Rund(u)Mails auch regelmäßig über ihre Arbeit berichten.

Viel interessanter war dann die Mail, die an einen Freund ging, als er wissen wollte ob die Aussagen die ein Charity Network Mitarbeiter gemacht hattem richtig waren:

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Hallo Herr Kliemchen,

XXXXX Kernaussagen treffen zu. Charity-Network wird, vorbehaltlich eines wohl nur
noch formal notwendigen Beschlusses der Norderstedter LIONS, kein Lieferant für das
LIONS-Projekt „Computer für Namibia“ sein. Wir CNW, waren immer nur die Gerätelieferanten.
Vermutlich wird es sogar zu gar keiner Computerlieferung aus Norderstedt nach Namibia kommen.

Mich persönlich hat die faktisch nahezu völlig falsche Adressierung der Kritik kaum gestört,sofern sie nicht unter die Gürtellinie zielte. Ich hatte schließlich ein absolut vorrangiges Ziel für meine arbeitslosen Teammitglieder vor Augen. Kritik gehört m.E. zu unserem politischen System.

Schlimm und bösartig aber ist eine Kritik von XXXXXX@iway.na , wobei dieser sog. Kritiker nach seinen Tiraden und Tatsachenverdrehungen plötzlich sich selbst abschaltet, zuvor aber noch meine Schüler/Innen als Verfasser seiner eMail vom 20.02.2006 insinuiert.
Solche Entgleisungen habe ich tatsächlich noch nie erlebt.
Die wirklich Leidtragenden dieser Entwicklung sind einzig und allein die Arbeitssuchenden, die 1-EURO-Job-Beschäftigten, für die ich einen konkreten Beschäftigungsrahmen, also EURO-Zahlungen, schaffen wollte.
Diese Chance ist damit zunächst total gescheitert.

Gruß

Walter Zielinski

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Jetzt ging bei mir und meinen Freunden der Blutdruck doch recht hoch.

Walter Zielinski hatte sich uns gegenüber, und auch den Medien gegenüber immer wieder als Projektleiter für das Projekt „PCs nach Namibia“ vorgestellt und auch durch sein auftreten keinerlei Zweifel daran gelassen. Jetzt kommt diese Mail und Walter Zielinski sagt, dass er nur der Lieferant sei, und dass alles Sache des Lions Clubs Norderstedt sei. Bei einen kurzen Blick auf die Webseite von Charity Network, wollte ich meinen Augen kaum glauben:
Die den Link zur Subseite „PCs nach Namibia“ war entfernt worden, und das Impressum wurde geändert, so dass Charity Network nur noch als Lieferant auftaucht. Walter Zielinski hatte also nachträglich seine Seite geändert, um sie nachträglich an seine aktuelle Version von seiner Wahrheit anzupassen.

Damit war für mich und meine Freunde die Geschichte eigentlich beendet, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt.

Wir haben Arbeit, Zeit und Geld reingesteckt, um eine positve Beziehung zwischen Charity Network und SchoolNet auf zu bauen, und Walter Zielinski beweist mit einer einzigen Mail, dass ihm das alles weder beeindruckt noch interessiert hat.
Mein Eindruck war, dass Walter Zielinski niemals etwas anderes vor hatte, als Windows Lizenzen nach Namibia zu schaffen, immerhin hat er vor unseren Treffen im Container, ein Treffen mit Microsoft in London gehabt, wahrscheinlich hat er sich Stallorder von den Redmondern geholt, wie er mit uns umgehen soll.

Die ganze Geschichte hat nur ein Ergebnis gehabt, dass keine Rechner mehr, als die sechs bereits gelieferten, nach Namibia gebracht worden sind. Apropos die sechs Rechner, mein letzter Kenntnisstand ist, das von den Sechs Rechnern nicht ein einziger mehr geht. Mir ist nicht bekannt ob sich zwischenzeitlich sich die Schule an SchoolNet gewendet hat, um diesen Misstand zu beseitigen.

Ich bin nach wie vor sehr enttäuscht und verärgert über das Verhalten des Walter Zielinski, sonst würde ich das kaum hier schreiben. Was ich aber wirklich schlimm finde ist, dass dieser Mann als Lehrer arbeitet, und den Kindern genau seine Lebensphilosophie vermittelt. Bei einigen Schülern hat das auch schon Früchte getragen. Diese sind im Laufe der Diskussion immer wieder durch rüde Angriffe auf uns Aufgefallen, die angefangen von „was geht euch das eigentlich an“ bis „ihr habt doch sowieso keine Chance gegen uns“ gingen.

Während der ganzen Zeit gab es auch imme wieder Gerüchte:

Unter anderen dieses:
Als die Mails bei Joris Komen von Walter Zielinski nicht ankamen, kam mir zu Ohren, dass Walter Zielinski beim Lions Club Norderstedt antanzen musste, und Rede und Atwort stehen musste, warum er die Zusammenarbeit mit uns so verzögerte. Seine dirkte Reaktion war, dass er darauf hin das Projekt Namibia sofort einstellte. Das war bevor er die E-Mail an Joris schickte.

In letzter Zeit gab es auch Gerüchte über die Aktivitäten von Walter Zielinski, unter anderen soll er versucht haben, Computer in einer Schule in Polen zu positionieren, welches von der dortigen LUG auch umgehend verhindert wurde. Und ein Computer Export nach Rumänien soll an den dortigen Importbestimmungen gescheitert sein.

Fazit

Ich hatte immer gedacht das solche Typen wie Ackermann und Co. nur Ausnahmeerscheinungen unserer Gesellschafft sind, Walter Zielinski hat mir aber bewiesen das man vor solchen Typen nirgendwo sicher ist. Allerdings hat mir die ganze Aktion auch gezeigt, dass ein Kampf nie Sinnlos ist.
Im nachhinein konnte einer meiner Freunde einen Kontakt zu Fujitsu-Siemens herstellen die widerum Kontakt mit SchoolNet aufgeommen haben. Ob dieser Kontakt zu irgendwas geführt hat, kann ich nicht sagen. Aber diese paar E-Mails waren und sind sinnvoller als ein Container voll mit veralteter Hardware, um nicht zu sagen:

Computerschrott.

 

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