Massiv Kritik und die Bertelsmänner

Sonntag 17 Februar. 2008 um 15:01 | Veröffentlicht in Du bist Deutschland, Musik, Politik Kram, wunderbare Welt | 10 Kommentare
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Seit Jahren war ich eigentlich der Überzeugung, dass der deutsche Rap tot ist. Nur noch irgendwelche Gangster-Rapper, deren Lyrics sich unterhalb des Hauptschul-Niveaus bewegen und deren Interesse einzig und alleine das große Abkassieren ist. Es gibt natürlich Ausnahmen wie Versbox, aber denen gelingt es einfach nicht, mit ihren teilweise doch sehr wichtigen Messages eine breitere Masse zu erreichen.

Aber wenn man denkt es kommt nichts mehr, kommt irgendwo ein Link daher. Im Zuge des aktuellen Massiv-Hypes, der auch Yigg erreichte, tauchte der Link auf das Video „Gegendarstellung“ von Pan auf. Im ersten Teil des sehr gut hörbaren Songs kümmert er sich ausgiebig um die wahre Geschichte der Möchtegern-Deutsche-Antwort auf 50¢ und im zweiten Teil kümmert er sich ein wenig um die Hintergründe, warum von den Majors immer wieder Rapper mit den selben flachen Messages gehypt werden, um schließlich auch auf die Bertelsmann Stiftung zu kommen und welche mächtige Rolle diese in unseren alltäglichen Leben hat.

Bei Youtube hat das Video bis jetzt über 65.000 Views eingeheimst, und alleine an diesen Wochende seit Freitag Abend 15.000 davon. Vielleicht hilft es ja, die Bertelsmänner aus dem Dunkel zu ziehen und einer breiteren Öffentlichkeit zu zeigen, dass sie die eingentlichen Brandstifter in diesem Staate sind, die unter anderem für Studiengebühren, Hartz 4, Agenda 2010 und G8 verantwortlich sind.

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Ein bisschen Musik zum Wochenende

Freitag 25 Januar. 2008 um 18:14 | Veröffentlicht in Musik, Unterwegs, wunderbare Welt | Hinterlasse einen Kommentar
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Andy McKee ist den meisten im Netz durch das Video Drifting, welches vor knapp einen Jahr die Runde durch das Netz machte. Nun ist so, dass Andy McKee, von dem ich mir inzwischen auch die CDs und die DVD besorgt habe (nicht gesaugt, sondern gekauft), einige Vorbilder hat. Mit einen seiner Vorbilder, Don Ross, ist er gerade auf Tournee und kommt im Juni auch in Deutschland vorbei. Als kleinen Appetit Happen gibt es eine wirklich wunderschöne Version des Songs Dolphin geschrieben von Mike Marshall. Also zurücklegen und entspannen. Jeder für sich ist schon Spitze, beide zusammen sind so gut wie nicht zu schlagen.

Mit ein bisschen Glück kommen sie auch nach/um Hamburg, denn bis jetzt stehen nur Auftritte in der südlichen und östlichen Hälfte auf den Programm.

Bis das der Tod euch scheidet

Dienstag 15 Januar. 2008 um 11:09 | Veröffentlicht in Der ganz normale Wahnsinn, dumm gelaufen, Dumme Welt, Gott, Kultur, Kurz und Gut, Meine Meinung!, Prosa, Terrorismus, Umgang, Verlorene Menschen, wunderbare Welt | 3 Kommentare
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Eheschliessungen sind heutzutage ja nicht mehr zwingend für die Ewigkeit. Der allseits bekannte Satz: „Bis das der Tod euch scheidet.“ hat bei leider sehr vielen Ehen nur noch symbolischen Character, denn Dank des Scheidungsgesetzes und der Bestechlichkeit des Vatikan kann jede Ehe geschieden und annulliert werden; so als wäre nichts gewesen. Jeder kann nach einer Scheidung sein Leben leben und brauch seine/n Ex nie wieder zu sehen, wenn er/sie nicht will….

Jede/r … ?

Nein, eben nicht!
Wenn Kinder im Spiel sind, dann ist man auf Ewig dazu verdonnert Kontakt zu seinem ehemaligen Partner zu halten und sich seine/ihre Nettigkeiten bieten lassen zu müssen. Dann hat der Satz: „Bis das der Tod euch scheidet.“ wieder Gültigkeit.

In Ewigkeit Amen
Euer geschmacksfrage

Nintendogs Pitbull Edition

Sonntag 6 Januar. 2008 um 19:26 | Veröffentlicht in Der ganz normale Wahnsinn, Satire, wunderbare Welt | 6 Kommentare

Sie haben dir deinen Lieblings Pitbull weggenommen nur weil dein Rex meinte dem Kind auf den Spielplatz in der Sandkiste die Schaufel gleich mit den ganzen Arm zu klauen?

Du vermisst die Zeit mit deinen kleinen Reißer?

Dir kann geholfen werden, denn jetzt gibt es die Nintendogs Pitbull Edition von Nintendo. Du kannst dir am Anfang einen von diesen kleinen schmusigen Kampfhund Welpen aussuchen und sie zu blutrünstigen Bestien erziehen. Zur Verfügung stehen die die üblichen Mittel wie Treten, Schlagen, Würgehalsband und Hungern, als zusätzliche Möglichkeit kannst du den Hund auch noch mit diversen Drogen vollpumpen um ihn dann gänzlich austicken zu lassen. Wenn die kleine Bestie dann langsam aus den Welpen Alter hinaus ist, ist es Zeit ihn auf andere Kampfhunde loszulassen, deine Kumpels züchten sich auch ihre kleinen Bestien heran und ihr könnt sie über den Wau-Wau Modus gegeneinander antreten lassen.

Aber Vorsicht, wenn der andere Nintendogs Spieler keine Pitbull Edition hat kann sein ROM bei der sicheren Niederlage gelöscht werden und der DS einen irreperablen Schaden davon tragen.

Nintendogs Pibull Edittion

P.S.: Wer Satire findet darf sie behalten.

P.P.S.: Ich weiß, dass die meisten Hundebesitzer auf die positive Erziehung ihrer vierbeinigen Freunde allergrößten Wert legen. Nichts desto trotz gibt es mit Sicherheit nicht wenige die so ein Spiel bräuchten, weil ihr Hass-Köter in der Abdeckerei gelandet ist.

Tor: Die ich weiß nicht wievielte (Update)

Freitag 28 Dezember. 2007 um 1:49 | Veröffentlicht in Überwachung, Community, Datenschutz, Linux, Open Source, Stasi 2.0, wunderbare Welt | 7 Kommentare
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Anleitung wie man am heimischen Rechner über Tor einigermaßen Anonym (ich weiß, dass das nicht das Nonplusultra ist, aber zur Zeit so ziemlich die einzige Alternative zum Stecker ziehen ist) im Internet rum latschen kann. Warum gerade jetzt? Weil wegen dem Köhler, der das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung gestern unterschrieben hatte und nur geringe Bedenken hatte was die Grundgesetzverträglichkeit angeht. Dieses HowTo bezieht sich auf Ubuntu. Als erstes sollte man sich einen aktuellen Tor besorgen. Den gibt es hier. Der Einfachheit halber trägt man einfach die Qellen in die /etc/apt/sources.list:

deb http://mirror.noreply.org/pub/tor gutsy main
deb-src http://mirror.noreply.org/pub/tor gutsy main
deb http://mirror.noreply.org/pub/tor experimental-0.2.0.x-gutsy main
deb-src http://mirror.noreply.org/pub/tor experimental-0.2.0.x-gutsy main

Damit das dann auch ohne Bauchschmerzen zu installieren ist sollte man noch den GPG Key zum Apt Key Ring hinzufügen. Das geht so:

gpg –keyserver subkeys.pgp.net –recv-keys 0x94C09C7F
gpg –export 0x94C09C7F > key.gpg
sudo apt-key add key.gpg

Gemacht?
Super, dann in der Konsole apt-get update machen und mit apt-get install tor den Tor Onion Router installieren. Damit man Tor auch ohne Bauchschmerzen benutzen kann fehlt da noch der Privoxy, den man mit apt-get install Privoxy installieren kann. Wenn man dann mit seinen Firefox/Iceweasel über das Tor Netzwerk surfen will, wäre noch ein Button mit dem man schnell zwischen Proxy und nicht Proxy Betrieb umschalten kann, so etwas gibt es hier. Einfach installieren und tut gar nicht weh.

Das war es fast. Da sind noch ein paar kleine Hürden zu nehmen. Erstmal muss Privoxy wissen das er ab jetzt mit dem Tor-Server zusammn spielen muss. Dazu schnappt man seinen Lieblings Editor und sucht in der Datei /etc/privoxy/config nach einer Zeile mit folgenden Inhalt:

# forward-socks4a / 127.0.0.1:9050 .

In dieser Zeile nimmt man einfach die Raute vorne weg (der Punkt ist wichtig und muss mit rein sonst hagelt es Fehlermeldungen), so weiß der Privoxy wo sein Kumpel sitzt. Ein Neustart von Privoxy wäre natürlich auch angebracht. wer die Zeile nicht findet, kann sie auch ganz oben in die Datei rein schreiben.

Bitte nicht wundern wenn erstmal nicht viel geht. Der Tor-Server braucht ein weilchen um sein Directory mit anderen Tor-Servern zu bereichern die entweder als Relay oder als ExitNode arbeiten. Aber meistens ist nach nicht mehr als 20 Minuten das Netzwerk soweit aufgebaut, dass zwar langsam aber mit etwas mehr Privatsphäre surfen kann. Überprüfen ob Tor und Privoxy wie erwartet funktionieren kann man hier.

Warum langsam surfen?
Ganz einfach. Das Tor Projekt ist ein Community Projekt und ist entsprechend davon abhängig wieviele dabei mitmachen und auch ein bisschen Bandbreite zur Verfügung stellen. Was heißt das für uns? Eben, mal nicht so Egoistisch sein und ein bisschen Bandbreite abgeben. Wie macht man das? Wir greifen uns mal wieder unseren Liebling Editor und suchen in der Datei /etc/tor/torrc nach folgenden Einträgen:

# RelayBandwidthRate 100 KBytes # Throttle traffic to 100KB/s (800Kbps)
# RelayBandwidthBurst 200 KBytes # But allow bursts up to 200KB/s (1600Kbps)

Wie oben müssen auch hier die beiden # am Anfang weg. Die beiden Werte kann man bis 20KBytes runter schrauben darunter tuts Tor nicht. Aber in Zeiten heutiger DSL Bandbreiten kann man doch locker 20 KBytes oder noch ein bisschen mehr freischaufeln oder? Eben und das alles tut gar nicht weh und hilft dabei das Tor Netzwerk performanter zu machen. Wenn man dann noch ein bisschen Nerd Blut in den Adern hat, setzt man beim Nickname noch einen schönen markanten Namen wie Stasi20Basher und kann dann auf dieser Seite seinen Tor-Server bewundern. Das ist doch ein Wort oder?

Wie alles gibt es auch hier Schattenseiten. Wie die rechtliche Situation aussieht kann ich nicht sagen, Ob man Ärger bekommen kann wenn man einen kleinen Tor Exit Server zu Hause betreibt kann ich auch nicht sagen. Das Risiko, dass irgenwelche Post ins Haus flattert oder gleich das SEK ist durchaus vorhanden ist aber als gering einzuschätzen. Doch wer lässt sich denn von solchen Kleinigkeiten abschrecken.

Mehr Infos zum Tor Netzwerk gibt es hier.

Update:

Und zwar gibt es noch einen kleinen aber feinen grafischen Client um Tor zu konfigurieren und zu steuern. Vidalia muss zur Zeit noch aus den Quellen selbst gebaut werden was aber relativ einfach ist.

wget -c http://vidalia-project.net/dist/vidalia-0.0.16.tar.gz
tar zxvf vidalia-0.0.16.tar.gz
sudo apt-get install qt4-dev-tools qt4-designer
export QMAKE=/usr/bin/qmake-qt4
make
sudo make install

Nun hat man ein hübsches kleines Programm womit sich der Tor Server steuern lässt sogar mit Tray Icon und hübscher grafischer Konfiguration. Starten tut man das Programm mit vidalia &. Zu beachten ist, das Tor zu den Zeitpunkt nicht laufen darf, da Tor von Vidalia mit Rechten des Users gestartet wird. Damit nach einen Neustart Tor nicht wieder vom System gestartet wird, empfiehlt es sich mit rcconf Tor aus den automatisierten Startprozess zu entfernen. Wenn rcconf nicht auf dem System ist, einfach mit apt-get install rcconf installieren.

Drei Sterne CPUs von AMD

Freitag 14 Dezember. 2007 um 21:14 | Veröffentlicht in Alltag, wunderbare Welt | 1 Kommentar

Apropos Alaska (da wo Miwi gerne hin möchte). In Alaska ist es die meiste Zeit ziemlich kühl. Und das bringt mich zu den neuen Heim Rechner den ich mir diese Woche zusammen gebaut habe.

Aus purer Geiz ist Geil Mentalität habe ich mir natürlich einen AMD CPU zugelegt und weil Strom so teuer ist, habe ich mich für den 2400-BE entschieden, der laut Daten Blatt mit einer Leistungsaufnahme von 45 Watt glänzen soll. Ich mir auch noch ein anstäniges Gehäuse von der Firma die man mit arktischen kühlen übersetzten könnte und ebenfalls von dieser Firma den passenden CPU Kühler besorgt. Jetzt wird richtig cool: Wenn ich mir die Werte von LM-Sensors ausgeben lasse, kriege ich selten mehr als 15 Grad zusammen:

>sensors
k8temp-pci-00c3
Adapter: PCI adapter
Core0
Temp:             +15°C
Core0 Temp:              +5°C
Core1
Temp:              +5°C
Core1 Temp:              +2°C

Jetzt weiß ich wo ich im Sommer mein Bier kalt stelle. ;)

P.S.: Ich weiß, dass das ein Ausleseproblem bei den Dioden gibt bei AMD CPUs mit den G1/G2 Stepping. :)

Gitarren Tabulaturen unter Linux

Sonntag 23 September. 2007 um 18:18 | Veröffentlicht in Linux, Musik, Open Source, wunderbare Welt | Hinterlasse einen Kommentar

Wer wie ich gerne mal zur Gitarre greift und zur Entspannung ein bisschen darauf rum klimpert, sucht natürlich auch ein Programm mit denen man Tabulaturen unter Linux erstellen kann. Nach ein bisschen rumgesuche im Netz bin ich dann auch fündig geworden.

TuxGuitar ist eine in Java geschriebene Anwendung mit der man Tabs erstellen bearbeiten und auch Noten daraus erstellen kann. Das ist ziemlich praktisch, da ich zwar gerade in jungen Jahren zwar viel Musik gemacht habe, mich aber mit den Noten schreiben und lesen immer ein bisschen Schweer getan habe. Wenn man dann noch feststellt, dass man Guitar Pro Tabs, wahrscheinlich irgend so ein Windows Programm, importieren kann macht die Sache erst richtig Spaß.

Zur Installation ist zu sagen, dass man ein aktuelles Sun Java installiert haben sollte und Timidity ist unter Linux auch von Vorteil. Wenn man GNU-Debian/Ubuntu User ist kann man sich freuen, es ist ein .deb Paket für beide vorhanden und die Abhängigkeiten werden von den Synaptic sauber aufgelöst. Für andere linux Distributionen gibt es angepasste Installer, die sich wohl auch um das Vorhandensein von den Passenden Java kümmern.

Kfz Zulassungswillkür im Kreis Segeberg?

Freitag 21 September. 2007 um 21:51 | Veröffentlicht in Alltag, Der ganz normale Wahnsinn, dumm gelaufen, Dumme Welt, Lustiges, Norderstedt, Unterwegs, Versicherungen, wunderbare Welt | 1 Kommentar

Ab und zu kommt es im Leben vor das man ein Auto zulassen möchte. Also stellt man alles nötige an Dokumenten zusammen um das Auto der Wahl im eigenen Landkreis zulassen zu können. Was braucht man denn dafür so…. Kfz Brief, evtl. den alten Kfz Schein, TÜV & AU Bescheinigung, den Personalausweis und nicht zu guter letzt Geld und eine Bankverbindung. (Denn seit 01.05.2007 will das Finanzamt die dann fällige Kfz Steuer direkt vom Bankkonto abbuchen.) Ach und natürlich eine gültige Deckungskarte von der Kfz Versicherung, hätt ich doch fast vergessen. Also schnell den Versicherungsvertreter angerufen ob man die Deckungskarte abholen kann aber der lächelt am Telefon und sagt, das er sie schnell und fertig ausgefüllt per Fax rüber schickt. Und tatsächlich, knapp 40 Sekunden später rattert die Deckungskarte fix und fertig ausgefüllt aus dem Fax und man kann sich vollständig bewaffnet auf den Weg zur Zulassungsstelle (in diesem Fall die in der Oststrasse im hübschen Städtchen Norderstedt) machen. Ein fröhliches Liedchen auf den Lippen zieht man sich, gerade angekommen, eine Wartenummer auf das man bald aufgerufen wird und das Auto endlich auch eine Zulassung bekommt. „Ding Dong“ uhi das ging schnell, knapp 2 Stunden gewartet und schon dran :) wow…. 11 Wartende in 2 Stunden abgefertigt. Die wirklich freundliche Mitarbeiterin schnappt sich mit einem Lächeln die sorgsam mitgebrachten Dokumente und fängt fleissig an auf ihrer Tastatur die erforderlichen Daten einzugeben. Doch was ……. „Es tut mir leid aber ich darf eine gefaxte Deckungskarte nicht annehmen! „Ähhhmmm keine Info vorher am Telefon, kein Aushang in der Zulassungstelle oder im Warteraum, keine Info auf der Website. ? . ? . Also fragt man freundlich wo denn das Problem mit der gefaxten Deckungskarte sei und bekommt folgende IMHO etwas merkwürdige Antwort:“ Wir nehmen keine Fax-Deckungskarten an weil dabei die Wahrscheinlichkeit zu hoch ist, das diese manipuliert werden. Aber wenn sie mit einer Originalen oder Email Deckungskarte wiederkommen könnten, dann lasse ich ihr Kfz selbstverständlich zu.“ Uhi denkt man sich, da frag ich doch mal genauer nach:“ Email-Deckungskarte?… Also eine Deckungskarte per Email erhalten und dann ausgedruckt?“ Die immernoch freundliche Mitarbeiterin:“ Ja genau, da diese Kopie der Deckungskarte dann ja als PDF Dokument bei ihnen ankommt, ist sie fälschungssicher und wird von uns Akzeptiert.“ Am besten man erspart sich die dann fast zwangsläufigen Lachkrämpfe die zumindest bei mir sicher den Weg durch meine Lachmuskeln finden :D

Also fragt man freundlich ob das eine neue Arbeitsanweisung oder gar eine behördliche Anordnung sei …. aber vorsicht, folgende Antwort könnte einem das Lachen vermiesen: „Das ist nicht bei jeder Zulassungsstelle hier im Kreis so, einige nehmen auch gefaxte Deckungskarten an aber wir hier nur Originale oder die die sie per Email erhalten haben. Immerhin handelt es sich dabei um ein Dokument und wir wollen den Mißbrauch damit vorgreifen.“

Nach insgesamt 3 Stunden, wieder zu Hause angekommen und natürlich ohne Zulassung, ruft man dann doch ganz leicht genervt seinen Versicherungsvertreter an um ihm vom soeben erlebten zu erzählen. Völlig fassunglos und voller Unverständnis entschuldigt sich dieser und verspricht noch am Abend das ausgefüllte Original vorbei zu bringen. Er meinte noch das er in seinen 15 Jahren als Versicherungsmakler so eine „Willkür“ noch nicht erlebt hat und frage, als es langsam wieder lustig wurde…. „Du sag mal, seit wann kann man keine PDF mehr bearbeiten?“

Heute erlebt, euer geschmacksfrage

Solidaritätsfahrräder aus Nordhausen

Donnerstag 20 September. 2007 um 23:58 | Veröffentlicht in Der ganz normale Wahnsinn, wunderbare Welt | 1 Kommentar

Ich bin gegen Lügen, vor allem von Politikern, und gegen Nazis, egal ob in Nadelstreifen oder Bomber-Jacke, allerdings bin ich für gute Ideen, vor allem wenn es darum geht selbstverwalteten Betrieben auf die Beine zu helfen wenn sie ihren von den ursprünglichen Besitzern aufgegeben Buden in Eigenverantwortung weiter führen wollen.

Wie es zur Selbsverwaltung eines Fahrrad Herstellers kommen kann versuche ich mal kurz zu erklären. Die Nordhausener Fahrrarfabrik Bike Systems, damals zu Biria gehörig, wurde von den Heuschrecken von Lonestar, genauso wie das Biria Werk in Neukirch/Sachsen im Jahre 2005 geschluckt. Nachdem aber nun beide Fahrradfabriken nachdem nun Biria in Sachsen plattgemacht sollte nun als nächstes das Werk in nordhausen dran glauben und abgewickelt werden. Es ist nicht so, dass die Werke in Nordhausen und Sachsen nicht konkurenzfähig wären, es ist vielmehr so, dass einer der schärfsten Konkurrenten von Biria, die MiFa (Mitteldeutsche Fahrradfabrik), ebenfalls von lonestar geschluckt wurde und man sich dort eben für MiFa entschieden hatte, was das aus für Biria bedeutete.

Mehr über die Hintergründe gibt es hier zu lesen.

Aber die Mitarbeiter in Nordhausen haben nicht aufgegeben. Sie wollen die Produktion in eigener Verantwortung weiter führen. Um dieses zu können müssen sie Fahrräder herstellen und verkaufen. Um mit der Produktion überhaupt anfangen zu können, brauchen sie 1800 verbindliche Vorbestellungen. Angeboten wird ein Damen Fahrrad und ein Herren Fahrrad. Der Preis für die Fahrräder beträgt für Endkunden 275,- Euro inklusive Versand und für Händler 200,- Euro.

Hier die Bilder vom den Strike-Bikes:

Also wer gerade daran denkt sich ein neues Fahrrad zuzulegen, kann hier nicht nur neues Fahrrad kriegen, er kann mithelfen ein alternatives Unternehmen auf die Beine zu stellen.

Retter der Verfassung!

Donnerstag 20 September. 2007 um 21:50 | Veröffentlicht in Der ganz normale Wahnsinn, Dumme Welt, Hamburg, Meine Meinung!, Politik Kram, wunderbare Welt | 3 Kommentare

Wie vielleicht einige schon mitbekommen haben, findet in Hamburg von 23. September bis zum 14. Oktober in Hamburg ein Volksentscheid statt. In diesen Volksentscheid soll vom Volk abgestimmt werden, ob in Zukunft die Ergebnisse der Volksentscheide für den Hamburger Senat in Zukunft bindend sind oder nicht. Da Volksentscheide an und für sich ein gutes Stück mehr Demokratie darstellen und auf diesen Weg das Volk direkt mehr Einfluss auf die Politik nehmen kann, wenn es das denn will, halte ich die Idee für gut. Vor allem wenn man sich an der Verarsche mit dem Verkauf der LBK Krankenhäuser an Asklepios erinnert, wo bei den Wahlen über 70% der Wähler dagegen gestimmt hatte und Olé Beust und seine Volksverräter dann einfach meinten, dass ein Volksentscheid für sie nicht bindend sei.
Ich kenne viele Menschen die dafür sind und bisher nur einen, der eine ziemlich wackelige Position dazu hat, und sich mit dem Thema nur befasst, weil ich ein bisschen auf ihn eingewirkt habe. Allerdings gibt es auch Menschen, die halten die Idee, dass die Bürger direkt über einen Sachverhalt abstimmen könnten und dieses dann auch noch im Sinne der Bürger durchgeführt werden muss für ausgemachten Schwachsinn und gehen mit folgenden Parolen auf Gegenstimmen Fang.

Wenn Sie nicht wollen, dass zukünftig

  • Verfassungsänderungen schon von 35% der Hamburger Wahlberechtigten durchgesetzt werden können
  • andere Gesetze schon von 17,5% der Hamburger Wahlberechtigten erlassen und geändert werden können
  • Volksgesetze nicht mehr oder nur noch in einem extrem aufwendigen, langwierigen Verfahren geändert werden können – unabhängig davon, wie dringend Änderungen sind
  • per Volksentscheid Ausgaben in unbegrenzter Höhe beschlossen werden können – ohne, dass die Initiatoren darlegen müssen, wo das Geld herkommen soll,

Stimmen Sie mit NEIN

Wenn man sich ansieht von wem das kommt, dann ist schon klar, dass da jemand ein ziemlich eingeschränktes Verständnis zur Demokratie hat. Im Impressum steht die Adresse von Frank Schwippert, dem Geschäftsführer der CDU Fraktion der Hamburger CDU Fraktion, dem auch die Domain gehört und der bestimmt auch für die ziemlich vielen Plakate am Straßenrand verantwortlich sind.

Diese Argumente die dort oben aufgeführt worden sind, sind ziemlich dünn vor allem wenn man ein bisschen nachrechnet. Vorwurf von Schwippert:

Wenn Sie nicht wollen, dass zukünftig Verfassungsänderungen schon von 35% der Hamburger Wahlberechtigten durchgesetzt werden können.

So, wieviele Menschen werden denn bis jetzt benötigt um die Hamburger Verfassung zu ändern?
Also in der Hamburger Bürgerschaft gibt es zur Zeit 121 Abgeordnete die, selbst wenn 100 Prozent der Anwesenden einer Verfassungsänderung zustimmen würden gerade einmal 0,01 Prozent aller Wahlberechtigten die adrüber entscheiden würden.

Also was ist besser 35% oder 0,01% wie uns der Herr Schwippert vorgaukeln will?

Auf zum nächsten Punkt. Den ich aber schon abkürzen kann. Das Argument von Hern Schwippert:

Wenn Sie nicht wollen, dass zukünftig andere Gesetze schon von 17,5% der Hamburger Wahlberechtigten erlassen und geändert werden können.

Was ist hier besser 17,5% oder 0,01%?

Beim nächsten wird es schon interessanter. Das Argument von dem Herrn Schwippert ist:

Wenn Sie nicht wollen, dass zukünftig Volksgesetze nicht mehr oder nur noch in einem extrem aufwendigen, langwierigen Verfahren geändert werden können – unabhängig davon, wie dringend Änderungen sind.

So schnell wie die Politik im Moment mit Gesetzesänderungswünschen von den Politikern aller Coleur um sich herum geworfen wird allen voran Schäuble, Jung, Beckstein und der ganze Rest der Billigstpolemiker sollte man unseren Polit Avantgardisten nicht die Möglichkeiten geben in Sachen rumzuwühlen von denen sie am besten die Finger lassen sollten. Also ist es gut, dass da Volk zu einer wichtigen Instanz wird, die gefragt werden muss.

Wenn Sie nicht wollen, dass zukünftig per Volksentscheid Ausgaben in unbegrenzter Höhe beschlossen werden können – ohne, dass die Initiatoren darlegen müssen, wo das Geld herkommen soll.

Entschuldigung Herr Schwippert, aber für wie dämlich halten Sie ihre Wähler eigentlich? Der mündige Wähler, also der der sich nicht übergangen fühlt und glaubt, dass er nur alle vier Jahre an der Wahlurne gebraucht wird und ansonsten das Maul zu halten hat, wird sich bestimmt mehr Gedanken darüber machen welche Ausgaben wo gemacht werden müssen, und welche nicht. Im Gegensatz zu einen standard Politiker unterliegt er auch keinen Fraktionszwang und kann nach besten Wissen und Gewissen entscheiden und ob Politiker ein gewissen haben, vage ich zu bezweifeln.

Wer also die Chancen die sich durch die Volksentscheide nicht nutzen möchte und ansonsten lieber einen Kaiser, König oder sonstigen Despoten haben möchte, soll bitte wie von Herrn Schwippert gewünscht mit Nein seine Stimme abgeben. Wer auch nur einen Funken Anstand, Ehrlichkeit und Selbstständigkeit im Körper hat, kann gar nicht anders als mit Ja abstimmen.

Das spiegelt natürlich nur meine Meinung wieder, dass es auch andere Menschen wie Cajarore und unter anderen auch Politiker gibt die dese Meinung teilen, wie der Herr Naumann von der SPD, dafür kann ich nichts, ehrlich.

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